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Russlands Regierung verkauft Devisen zur Stützung des Rubel

Russlands Regierung stemmt sich gegen den Rubelverfall. Zur Stützung der schwachen Währung begann das russische Finanzministerium damit, Devisenreserven zu verkaufen.

Moskau. Russlands Regierung stemmt sich gegen den Rubelverfall. Zur Stützung der schwachen Währung begann das russische Finanzministerium damit, Devisenreserven zu verkaufen. „Wir verkaufen so viel wie nötig ist“, sagte ein Behördensprecher am Mittwoch der Agentur Interfax in Moskau. Demnach beträgt der Umfang der Devisenreserven, die für diesen Zweck verwendet werden können, sieben Milliarden US-Dollar. Der Rubel sei stark unterbewertet, sagte der Sprecher.

Der Rubel reagierte sofort und legte im Vergleich zum Vorabend um knapp fünf Prozent gegenüber dem US-Dollar zu. Ein Dollar kostete zuletzt etwa 64 Rubel. Am Vortag kam es zu panikartigen Verkäufen der russischen Währung, die wegen des Ölpreisverfalls seit Monaten unter Druck steht. Zeitweise mussten 80 Rubel für einen US-Dollar gezahlt werden. Eine drastische Leitzinsanhebung der Notenbank von 10,5 auf 17 Prozent war zunächst wirkungslos verpufft.

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Die russische Zentralbank habe zur Stützung des Rubels am 15. Dezember 1,961 Milliarden US-Dollar verkauft, meldete die Agentur Tass unter Berufung auf das Geldinstitut. Auch die Interventionen zeigten wenig Wirkung.

Regierungschef Dmitri Medwedew schloss Beschränkungen für Anleger auf dem russischen Devisenmarkt erneut aus. Präsident Wladimir Putin wird seinem Sprecher Dmitri Peskow zufolge an diesem Donnerstag während seiner alljährlichen großen Pressekonferenz wohl auch über die Wirtschaft des Landes sprechen. Eine außerordentliche Stellungnahme zuvor - etwa zur Rubelschwäche - plane Putin nicht. (dpa)