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Rutschgefahr in der Südstraße

Die Stadt Dipps räumt in reinen Anliegerstraßen nicht mehr. Das trifft nicht nur die Ortsteile, sondern auch die Kernstadt.

© Symbolbild/dpa

Dippoldiswalde. Die Stadt Dippoldiswalde hat vor dem vergangenen Winter Räum- und Streukonzept umgestellt. Demnach wird auf reinen Anwohnerstraßen nicht mehr vom städtischen Bauhof geräumt und gestreut oder von Firmen, welche die Stadt beauftragt hat, sondern das bleibt die Verpflichtung der Anlieger. Betroffen ist davon auch die Südstraße in Dippoldiswalde. Aber hier funktioniert das nicht so wie gedacht.

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Das musste Ramona Wechterowicz schmerzhaft erfahren. „Ich bin dieses Jahr auf der Straße schon zweimal gestürzt“, erzählt die Anwohnerin. „Vor dem Haus kümmern wir uns ja selber, aber weiter vorn passiert nichts“, sagt sie. Deswegen hat sie sich auch schon im Rathaus beschwert und erwartet sich von dort Hilfe.

Die Sächsische Zeitung wandte sich mit dem Anliegen an Oberbürgermeister Jens Peter (Freie Wähler). Der bestätigte, dass die Südstraße nicht mehr im Räum- und Streuplan der Stadt enthalten ist, weil es eine reine Anwohnerstraße ist. Diese Rückstufung trifft aber nicht nur diese Straße, sondern auch etliche andere in der Kernstadt und den Ortsteilen. „Hier gilt dann die Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung“, sagt Peter. Das heißt, die Anlieger sind in der Pflicht. Sie müssen Schnee räumen und einen nutzbare Gehfläche herstellen, Abflussrinnen frei halten und bei Glätte streuen.

„Wir prüfen mit unserem Ordnungsamt, ob das auch umgesetzt wird. Die Verwaltung kann aber nicht flächendeckend alle derartigen Wege laufend kontrollieren“, sagt der Oberbürgermeister. Er versprach, dass die Verwaltung, die betreffenden Anlieger ansprechen wird, damit sie ihre Winterdienstpflicht erledigen. Eine Hoffnung nimmt er in Seiner Antwort sofort: „Der städtische Bauhof kann nicht überall dort einspringen, wo die Anwohner ihren Pflichten nicht nachkommen.“