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Pirna

S-Bahn-Tür trennt Oma von Enkelin

Ein kleines Mädchen sitzt plötzlich ganz allein im Zug nach Bad Schandau. Mitreisende und die Bundespolizei kümmern sich.

Mit dem Fahrrad in den Zug einzusteigen, ist gar nicht so einfach. © © Symbolfoto: dpa

Das Tagesgeschäft der Berggießhübler Bundespolizisten sind normalerweise Auto-, Drogen- und Menschenschmuggler. Manchmal werden sie aber auch zu einem Einsatz gerufen, der ihnen zeigt, dass die Welt nicht nur schlecht ist. So wie am Dienstagnachmittag.

Eine Frau hatte sich völlig verzweifelt über den Notruf an die Polizei gewandt. Sie stand am Bahnsteig im Kurort Rathen – und ihre Enkelin, ein fünfjähriges Mädchen, saß allein in der gerade abgefahrenen S-Bahn nach Bad Schandau. Die beiden waren gemeinsam mit dem Fahrrad unterwegs und wollten nun ein Stück S-Bahn fahren. Als der Zug in Rathen hielt, half die Oma zuerst ihrer Enkelin, mit dem Fahrrad einzusteigen. Sie verließ die Bahn wieder, um ihr Rad ebenfalls in den Zug zu holen. In diesem Moment wurden die Türen geschlossen, ein erneutes Öffnen war nicht mehr möglich. Die S-Bahn fuhr ab, die Großmutter blieb allein auf dem Bahnsteig zurück.

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Nach dem Notruf eilten die Bundespolizisten zum Nationalparkbahnhof Bad Schandau. Dort fiel ihnen eine Reisende mit einem Kind und Fahrrad auf. Die Frau, eine Ungarin, hatte sich der Kleinen angenommen und sie liebevoll betreut. Die Polizisten riefen sofort die Oma in Rathen an und vereinbarten, ihre Enkelin zurückzubringen. In Begleitung der Bundespolizisten kam die Fünfjährige sicher wieder in Rathen an. „Die Oma war sichtlich erleichtert, ihre Enkelin wiederzusehen“, schildert Bundespolizei-Sprecher Steffen Ehrlich. (SZ/ce)

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