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Gesundheit

Sachsen bereitet sich auf Grippe-Welle vor

In vielen sächsischen Allgemeinarztpraxen häufen sich jetzt im Herbst die Termine für eine Grippeschutzimpfung. 

© Photo by Ani Kolleshi on Unsplash

Nach Angaben des Apothekerbundes gibt es jedoch in Sachsen derzeit keine Engpässe: Für alle Menschen, die sich vor einer Grippeinfektion schützen möchten, steht ausreichend Impfstoff zur Verfügung. Grippeviren werden von den Wissenschaftlern in unterschiedliche Kategorien eingeteilt, wobei Influenza-C-Viren aus weniger Strängen bestehen als die übrigen beiden Typen. Wie alle Viren können auch die Grippeerreger rasch ihre Oberfläche verändern, wodurch es dem körpereigenen Immunsystem schwer gemacht wird, das Virus zu bekämpfen. Typ A des Influenzavirus bildet eigene Untertypen bei der Vermehrung aus, beim Typ B entstehen hingegen eigene Linien.

Von einer Grippewelle wird dann gesprochen, wenn sich das Virus besonders rasch ausbreitet und viele Menschen an der Influenza erkranken. Alte, geschwächte und sehr junge Menschen sind besonders gefährdet. Wer sich in der nahenden Grippezeit vor einer Infektion schützen möchte, sollte im öffentlichen Nahverkehr besonders aufpassen. Viele Menschen husten und niesen nicht in die Ellenbeuge, sondern einfach in die Hand. Halten sie sich beim Bus- und Tramfahren fest, gelangen die Viren schnell von Mensch zu Mensch, auch auf Türgriffen können Viren lange Zeit an der Luft überleben. Häufiges Händewaschen ist während der kühlen Jahreszeit unbedingt notwendig, die meisten Erreger gelangen über die Hände in den Blutkreislauf.

Ein Atemschutz kann vor einer Infektion schützen

In asiatischen Ländern, in denen besonders viele Menschen auf relativ engem Raum zusammenleben, sieht man häufig Schutzmasken. Es ist jedoch nicht so, dass sich gesunde Menschen vor einer Infektion mit übertragbaren Krankheiten zu schützen versuchen. Vielmehr nimmt die Bevölkerung Rücksicht aufeinander und erkrankte Menschen tragen einen Mund- und Nasenschutz, damit sich gefährliche Viruserkrankungen nicht so leicht ausbreiten können. In Europa ist dies jedoch leider untypisch, hier muss man schon froh sein, wenn einem im Bus nicht jemand direkt ins Gesicht niest.

Eine Grippeinfektion wird durch Tröpfchen übertragen, welche beim Husten oder Niesen entstehen können. Es hilft, in ein Taschentuch zu husten oder zu niesen. Auf diese Weise werden viele Krankheitserreger vom Zellstoff aufgesaugt, anstatt an der Armbeuge vorbei in die Raumluft zu fliegen. Gerade, wenn in Ihrem Haushalt Kinder oder Senioren leben, sollten Sie Ihr Möglichstes geben, Ihre Angehörigen nicht anzustecken!

Welche Möglichkeiten gibt es neben einer Grippeschutzimpfung?

Mit der neu erfundenen Genschere scheinen Mediziner nun ein starkes Werkzeug an der Hand zu haben, mit dem auch gegen Viren vorgegangen werden kann. Für Grippeerkrankungen wurde die Genschere jedoch bislang noch nicht eingesetzt, bei einer Infektion hilft meist nur die Linderung der krankheitsbedingten Beschwerden. Besser ist es, sich im Vorfeld umfassend zu schützen. Eine ausgewogene Ernährung durch Naturheilmittel und Superfoods stärkt das Immunsystem auf natürliche Weise, sodass eindringende Krankheitserreger vom Körper gut bekämpft werden können. Auch regelmäßige Sporteinheiten stärken den Organismus und sorgen dafür, dass die körpereigene Abwehr optimal funktioniert. Wer im Herbst und Win ter regelmäßig in die Sauna geht, wird statistisch gesehen weniger oft krank. 

Ein Saunabesuch kann an kalten Regentagen eine willkommene Abwechslung zum trüben Wetter sein. Besonders anregend ist es für das Herz-Kreislauf-System, wenn zwischen den einzelnen Saunagängen kalt geduscht wird. Ebenso kann das wechselwarme Duschen jeden Morgen dafür sorgen, dass das Immunsystem auch bei kalten und nassen Außentemperaturen optimal funktioniert. Sind Sie doch einmal von einem Regenschauer eiskalt erwischt worden, wechseln Sie rasch die feuchte Kleidung. Das beugt einer Unterkühlung vor, welche häufig zu einem grippalen Infekt führen kann. Ein heißes Vollbad tut ebenso gut wie die präventive Tasse Kräutertee mit Zitrone und Honig.

In Sachsen werden die Impfstoffe für die gesamte Bundesrepublik produziert

Nicht nur im Carl-Gustav-Carus Klinikum in Dresden werden Impfstoffe im großen Stil produziert, auch die Wirtschaftsregion Leipzig trägt einen großen Anteil an der landesweiten Gesundheit. Durch die Herstellung der Impfstoffe entstehen aber hohe Abwasserbelastungen, vor allem Silber gilt als ein Abfallprodukt der Impfstoffproduktion. Lukrativ ist es aber trotzdem nicht, die hohen Silberanteile aus dem Elbwasser rund um Dresden herauszufiltern, da die speziellen Anlagen dafür in den Kosten des Betriebs höher wären, als der gewonnene Rohstoff Silber verkauft werden kann. Erkranken plötzlich viele Menschen an einer Grippe oder einer anderen Krankheit, gegen die es Schutzimpfungen gibt, kann es regional immer wieder zu saisonalen Engpässen in der Versorgung mit Impfstoffen kommen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin Petra Scharrer.