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Sachsen bleibt nur 41 Prozent ihres Einkommens

Berlin/Dresden - Den Sachsen bleiben nur rund 41 Prozent ihres Einkommens nach Abzug der Steuern und lebensnotwendigen Ausgaben übrig. Sie liegen damit im Ländervergleich auf dem vorletzten Rang und nur knapp vor dem Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern, wo die Menschen etwa 40,6 Prozent übrig haben.

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Berlin/Dresden - Den Sachsen bleiben nur rund 41 Prozent ihres Einkommens nach Abzug der Steuern und lebensnotwendigen Ausgaben übrig. Sie liegen damit im Ländervergleich auf dem vorletzten Rang und nur knapp vor dem Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern, wo die Menschen etwa 40,6 Prozent übrig haben.

Zu diesem Ergebnis kommt das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in einer Studie im Auftrag des Finanzdienstleisters AWD, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Die bayrischen Haushalte belegen die Spitzenposition, die nach Abzug aller lebensnotwendigen Kosten 54,2 Prozent ihres Einkommens zur freien Verfügung behalten - etwa 1631 Euro im Durchschnitt. In Sachsen sind es etwa 895 Euro.

Durchschnittlich fließen den Haushalten im Freistaat monatlich 2177 Euro an Einkünften und Transferzahlungen zu. Davon hat das Institut Steuern, Sozialabgaben und die „nicht vermeidbaren Ausgaben“ wie Miete, Möbel und Lebensmittel abgezogen. Die Studie fand heraus, dass die Sachsen an zweiter Stelle bei den monatlichen Ausgaben für Reisen mit 91,63 Euro liegen. Die Hessen geben mit 107,81 Euro dafür am meisten aus.

Das durchschnittliche Nettoeinkommen in Ostdeutschland beträgt 1059 Euro. Das sind 5,9 Prozent weniger als in Westdeutschland, wo es bei 1424 Euro liegt. (dpa)