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Sachsen bremst „Blaue Plakette“

Während Baden-Württemberg, Hessen und Bremen bei der Einführung einer „Blauen Plakette“ zur Luftreinhaltung nicht locker lassen, will man in Sachsen andere Wege gehen. Zur Reduzierung der CO2-Emissionen setzt man in Dresden auf Verkehrsleitsysteme und neue Technologien.

© dpa

Dresden. Sachsen tritt bei den Plänen für eine neue „Blaue Plakette“ zur Luftreinhaltung im städtischen Straßenverkehr weiter auf die Bremse. Aus Sicht des sächsischen Verkehrsministeriums würde eine weitere Verschärfung der Umweltzonen-Regelungen nicht zum Ziel führen, hieß es in Dresden vor der am Donnerstag in Stuttgart beginnenden Verkehrsministerkonferenz. „Es gibt effektivere Maßnahmen um den Schadstoffausstoß zu verringern“, sagte eine Sprecherin.

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Als Beispiele nannte sie die Förderung und den Ausbau intelligenter Leitsysteme, die einen fließenden Verkehr ermöglichen sollen. Neue Fahrzeugtechnologien und der Einsatz alternativer Antriebe müssten nach und nach die „Schmutzigen“ ersetzen. „Insgesamt müssen Maßnahmen getroffen werden, um die Schadstoffbelastung, insbesondere in den Ballungsräumen, zu mindern.“

Mit der „Blauen Plakette“ könnte in Zukunft vor allem älteren Dieselfahrzeugen die Einfahrt in Umweltzonen untersagt werden. Diesel gelten als Hauptverursacher der Luftverschmutzung mit Stickoxiden und Feinstaub.

Bei der Konferenz liegt ein Beschlussvorschlag der Länder Baden-Württemberg, Hessen und Bremen auf dem Tisch, der die mögliche Einführung der Plakette zur Einhaltung der EU-Grenzwerte für Stickstoffoxidemissionen vorsieht.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) lehnt die Plakette bislang ab. Widerstand regt sich auch in der Unionsfraktion im Bundestag. (dpa)