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Sachsen fördert leistungsstarke Schüler aus Löbau

Der Freistaat hat das Gymnasium der Stadt als eines von zehn Einrichtungen ausgewählt.

© Matthias Weber

Löbau. Sachsen hat das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Löbau als eines von zehn Gymnasien ausgewählt, das an der Initiative „Leistung macht Schule“ von Bund und Ländern teilnimmt. Ziel ist die Förderung leistungsstarker Schüler. Die Auftaktveranstaltung dazu mit Kultusminister Christian Piwarz und Kultus-Staatssekretär Herbert Wolff ist diesen Dienstag in Dresden. „Dass die Verstärkung der Begabtenförderung im völligen Konsens aller Bundesländer und mit dem Bund erfolgt und dass sie als allgemeiner Auftrag von Lehrern und Schule gesehen wird, ist ein bedeutsamer Schritt“, so der Staatssekretär. „Mit gewissem Stolz können wir sagen, dass es Sachsen war, das das Thema immer wieder in die Diskussionen der Kultusministerkonferenz eingebracht hat.“

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Die Initiative startete am 30. Januar in Berlin. In den kommenden zehn Jahren sollen damit die schulischen Entwicklungsmöglichkeiten talentierter Kinder und Jugendlicher – unabhängig von Herkunft, Geschlecht und sozialem Status – im Regelunterricht gefördert werden, heißt es in einer Mitteilung des sächsischen Kultusministeriums. Bund und Länder stellen zu gleichen Teilen insgesamt 125 Millionen Euro bereit. In der ersten Phase von 2018 bis 2022 nehmen bundesweit 300 Schulen aus dem Primar- und Sekundarbereich teil. Ein Forschungsverbund mit 28 Wissenschaftlern von 16 Universitäten und Hochschulen begleiten sie. Professor Friedhelm Käpnick von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wird während der Auftaktveranstaltung mit den Kollegen der Schulen darüber sprechen, wie die Wissenschaftler mit den Lehrkräften eine leistungsfördernde Schulkultur entwickeln wollen. Zudem sollen Netzwerke aufgebaut und didaktische Konzepte entwickelt werden.

In der zweiten Phase geht es dann darum, die von Schulen und Forschungsverbund entwickelten Konzepte, Maßnahmen und Materialien zu bewerten und weiteren Schulen zur Verfügung zu stellen. Ebenso begleitet werden die zehn Gymnasien aus Sachsen von der Beratungsstelle zur Begabtenförderung in Radebeul. Diese bietet diese Beratungen von Schülern sowie Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte an, berät und begleitet Fördermaßnahmen für begabte Kinder und Jugendliche.

Die ausgewählten Schulen sind zugleich Konsultationsschulen und Kompetenzzentren für Begabungs- und Begabtenförderung und zählen zu den aktivsten und profiliertesten auf dem Gebiet der Begabtenförderung, berichtet das Kultusministerium. (SZ)