merken

Sachsen hat LSBTTIQ-Beauftragten

Mit einem Aktionsplan will sich Sachsen gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben oder anderweitig sexuell orientierter Menschen einsetzen. Der Opposition geht das nicht weit genug.

© Robert Michael

Dresden. Mit dem Landesaktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen will sich Sachsen für die Belange von Menschen unterschiedlichster sexueller und geschlechtlicher Identität einsetzen. „Vielfalt ist ein positives Element der Gesellschaft, das gefördert werden muss“, betonte Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstag bei der Vorlage in Dresden. Die Unterschiedlichkeit berge Potenziale, die das Zusammenleben bereichern würden. „Dagegen schädigen Diskriminierung und Ausgrenzung nicht nur die Betroffenen, sie unterhöhlen auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Zugleich berief Köpping ihren Referatsleiter Gleichstellung, Frank-Peter Wieth, zum LSBTTIQ-Beauftragten. LSBTTIQ steht für Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transsexuell, Transident, Intersexuell und Queer. Er versprach: „Als Landesbeauftragter möchte ich mich dafür einsetzen, dass LSBTTIQ Gehör finden und gleichermaßen auch die Ziele der sächsischen Antidiskriminierungspolitik voran gebracht werden.“

Anzeige
Digital Marketing Manager gesucht
Digital Marketing Manager gesucht

Die Zukunft ist digital. Bist du bereit? Hier wartet dein neuer Job als Digital Marketing Manager in Vollzeit. Arbeitsort Zittau.

Die Gleichstellungsexpertin der SPD-Fraktion, Iris Raether-Lordieck, sprach von einem Kurswechsel. „Sachsen bekennt sich mit dem Aktionsplan zu aktiver Gleichstellung und gezielter Bekämpfung von Diskriminierung.“

Dass der Plan nun vorliege, sei gut, meinte die queerpolitische Sprecherin der Linken, Sarah Buddeberg. Er allein werde aber nicht viel in der sächsischen Gesellschaft verändern. „Erst wenn sich auch die CDU und damit die gesamte Regierungskoalition zu seinen Maßnahmen bekennt, ist der Weg frei, Sachsen auch für LSBTTIQ zu einem lebenswertem Ort zu machen.“

Ähnlich äußerte sich ihre Grünen-Kollegin Katja Meier. Der Plan bleibe Stückwerk. „Ein Landesaktionsplan, der seinen Namen verdient, verpflichtet nicht nur die Gleichstellungsministerin. Auch alle anderen Ministerien müssen zum Abbau von Diskriminierung und Homophobie beitragen.“ (dpa)