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Sachsen liegt bei erneuerbarer Energie zurück

In Bayern wurden dreimal mehr Fotovoltaik-Anlagen gebaut. Schlechter sieht der Vergleich bei der Windenergie aus.

© Symbolfoto: dpa

Dresden. Rechnerisch wird in Deutschland jede dritte Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt. In Sachsen lag im vergangenen Jahr der Anteil am Bruttostromverbrauch rechnerisch bei 22 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 0,5 Prozentpunkte mehr.

Das geht aus einer Untersuchung der VEE Sachsen hervor, der Vereinigung zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien. Die Kurzstudie wurde von der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Auftrag gegeben. Bei Fotovoltaikanlagen belegte Sachsen mit einem Anteil von 4,8 Prozent der 2016 installierten Leistung den zehnten Platz unter den Bundesländern. Im Vergleich dazu hat Bayern als Spitzenreiter den dreifachen Wert erreicht.

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Noch ungünstiger als die Fotovoltaik ist die Entwicklung der Windenergie einzustufen, heißt es in der Studie. Nur 0,8 Prozent des Zuwachses der installierten Leistung in Deutschland entfallen auf Sachsen. Damit lag die Entwicklung sogar hinter dem Ergebnis von 2015. Nach Feststellung der VEE wurden lediglich neun Anlagen mit einer Leistung von mehr als 50 Kilowatt neu installiert, aber gleichzeitig 14 abgebaut. Die meisten der 870 sächsischen Windkraftanlagen in Betrieb sind laut Verband zudem veraltet. (kle)