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Sachsen

Sachsen profitiert von Inlands-Gästen

In den Sommerferien sind viele deutsche Urlauber gekommen. Den Einbruch der Zahlen im ersten Halbjahr konnten sie aber nicht wett machen.

In die Sächsische Schweiz kamen fast so viele Touristen wie im Vorjahr.
In die Sächsische Schweiz kamen fast so viele Touristen wie im Vorjahr. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Dresden. Sachsen hat in den zu Ende gehenden Sommerferien vom Trend der Deutschen zu Urlaub im eigenen Land profitiert. Der Einbruch bei den Besucherzahlen im ersten Halbjahr konnte dadurch aber nicht wett gemacht werden.

Nach Angaben der Tourismus Marketing Gesellschaft (TMGS) war die Sächsische Schweiz fast so gut wie im Vorjahr gebucht, auch in der Region Elbland gibt es aktuell einen starken Zuwachs im Zuge der Weinlese. Auch Erzgebirge und Vogtland, Zittauer Gebirge und Lausitzer Seen waren nach Angaben TMGS begehrt. Dabei buchten die meist inländischen Gäste kurzfristig und für länger.

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TMGS-Geschäftsführerin Veronika Hiebl bilanzierte unter den gegebenen Umständen "einen durchaus erfolgreichen Sommer". Dabei erholen sich die Übernachtungszahlen in den Städten etwas langsamer, in Dresden liegt die Auslastung aktuell schon wieder teils bei 50 Prozent. "Vor allem der Tagestourismus zieht auch hier merklich an." Das Busgruppengeschäft indes läuft nur zögerlich, zudem fehlen Reisende im Zusammenhang mit größeren Events, Messen, Kongressen oder Kulturveranstaltungen - "und natürlich sehr stark ausländische Touristen" - ihr Anteil liegt bei nur elf Prozent.

In den Städten wie Dresden wachsen die Besucherzahlen langsamer.
In den Städten wie Dresden wachsen die Besucherzahlen langsamer. © Robert Michael/dpa-Zentralbild

Laut Hiebl erhielten ohnehin stark frequentierte Ausflugsziele noch mehr Zuspruch. Vielbesucht sind der Nationalpark rund um die Bastei, Königstein und Rathen, aber auch Campingplätze gelangten teils an Kapazitätsgrenzen. Die coronabedingten Verluste können bis Jahresende dennoch nicht aufgeholt werden, sagte Hiebl. Die TMGS geht von über 1,8 Milliarden Euro Verlust durch Umsatzausfall von März bis Mai aus. "Die Situation für die Unternehmen ist nach wie vor kritisch." Der Blick auf das zweite Halbjahr aber stimme optimistisch.

2019 besuchten knapp 8,5 Millionen Gäste Sachsen, zu Buche stehen mehr als 20,7 Millionen Übernachtungen sowie rund 160 Millionen Tagestouristen. Die Statistik für das erste Halbjahr 2020 weist rund 1,9 Millionen Gästeankünfte und knapp 5,3 Millionen Übernachtungen aus - ein Minus von 43,7 Prozent. (dpa) 

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