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Sachsen rutscht bei Zufriedenheit ab

Noch vor einem Jahr galten die Sachsen als die Glücklichsten unter den Ostdeutschen. Diesen Status haben sie laut einer Studie nun verloren. Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben aufgeholt.

© dpa

Berlin/Dresden. Bei der Lebenszufriedenheit haben die Sachsen ihre Vorreiterrolle in Ostdeutschland eingebüßt. Die Menschen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sind laut einer Studie inzwischen zufriedener als die Sachsen. Während das allgemeine Glücksniveau bundesweit bei 7 von 10 Punkten liegt, erreicht Sachsen 6,71 Punkte und damit Platz 16 unter 19 ausgewerteten deutschen Regionen. Das geht aus dem repräsentativen Glückatlas 2013 hervor, den die Deutsche Post am Dienstag in Berlin vorstellte. 2012 hatte Sachsen noch Platz 14 belegt.

Generell gilt, dass eine geringe Arbeitslosigkeit, die Höhe des Einkommens und die Gesundheit entscheidende Faktoren für das Glücksgefühl sind. Und: Frauen sind zufriedener als Männer, Jüngere zufriedener als Ältere.

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Ein „Zufriedenheitshemmnis“ ist den Autoren der Studie zufolge in Sachsen der Alterungsprozess der Bevölkerung. Bereits heute weise das Bundesland deutlich überdurchschnittliche Pflege- und Sterberaten auf. Andererseits sind die Sachsen vergleichsweise zufrieden mit ihrer Gesundheit und unterscheiden sich in dieser Hinsicht kaum vom Durchschnittsdeutschen.

Auch andere Faktoren deuten demnach wenig darauf hin, dass der Anstieg der Lebenszufriedenheit der vergangenen Jahre akut gefährdet wäre. 2012 lag die Arbeitslosenquote erstmals unter der 10-Prozent-Marke. Sie war allerdings immer noch höher als im Bundesdurchschnitt (6,8 Prozent).

Beim verfügbaren Einkommen hinken die Sachsen dem Durchschnitt auch noch hinterher. Es lag bei rund 17.200 Euro pro Kopf (bundesweit rund 19.900 Euro). Allerdings ist das Einkommen in Sachsen gleichmäßiger verteilt als in den meisten anderen Regionen.

Der Glücksatlas basiert auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels, für den 20.000 Haushalte bundesweit und repräsentativ über Jahre hinweg befragt werden, sowie ergänzenden Erhebungen des Demografieinstituts Allensbach. Insgesamt wurden Daten und subjektive Einschätzungen zu den Bereichen Familie, Arbeit, Gesundheit, Haushaltseinkommen, Freizeit und Wohnen ausgewertet. Den letzten Platz belegte Brandenburg, den ersten Schleswig-Holstein. Drei Bundesländer wurden noch einmal unterteilt. Daher ergeben sich mehr Regionen als Bundesländer. (dpa)