merken

Sachsen schiebt 94 Serben ab

Vom Flughafen Leipzig/Halle hat der Freistaat heute mit dem ersten eigenen Sammelcharter in diesem Jahr ausreisepflichtige Serben in ihr Heimatland abgeschoben.

Dresden. Vom Flughafen Leipzig/Halle hat Sachsen heute mit dem ersten eigenen Sammelcharter in diesem Jahr insgesamt 94 ausreisepflichtige Serben in ihr Heimatland abgeschoben. Das teilte das Sächsische Staatsministerium des Innern am Dienstag mit. In dem Flugzeug nach Belgrad waren den Angaben zufolge außerdem 19 serbische Staatsbürger aus Sachsen-Anhalt. Bereits vor einer Woche hatte sich der Freistaat an einer Sammelabschiebung mit 13 abgelehnten Asylbewerbern nach Albanien von Frankfurt am Main beteiligt.

Bisher werden vor allem Menschen aus dem Westbalkan per Sammelcharter abgeschoben, weil diese bereits als sichere Herkunftsländer anerkannt sind und damit schneller und in größerer Anzahl zurückgeführt werden können. „Umso wichtiger ist nun, dass auch Tunesien, Marokko und Algerien auf die Liste der sicheren Herkunftsländer aufgenommen werden, da auch bei diesen Asylbewerbern die Quote bei der Anerkennung unter einem Prozent liegt“, sagte Innenminister Markus Ulbig heute in Dresden.

Anzeige
Dresdner Biotechnologen lesen das Virus
Dresdner Biotechnologen lesen das Virus

Es sind ellenlange Reihen aus den Buchstaben A, G, C und T. Den CRTD-Forschern verraten sie Wichtiges, um SARS-CoV-2 zu verstehen.

„Außerdem muss der Bund die diplomatischen Verhandlungen mit den Herkunftsländern, insbesondere den Maghreb-Staaten deutlich intensivieren, um schneller die häufig fehlenden Passpapiere zu besorgen. Nur so können wir nachhaltig einen messbaren Erfolg bei der Rückführung von ausreisepflichtigen Asylbewerbern erreichen“, betonte der Innenminister weiter. (szo)