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Sachsen setzt auf Polizeireiter

Pferde strahlen Ruhe aus. Gerade in hitzigen Situationen kann das von Vorteil sein. Das nutzt auch die sächsische Polizei.

© dpa

Dresden. In Sachsen sollen auch künftig berittene Beamte aktiv sein. Die Polizeireiterstaffel sei ein wichtiges Einsatzmittel für die Polizei, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU) in Dresden. „Die Tiere sind mit ihrem langen Training, mit ihrem respekteinflößenden Erscheinungsbild und ihren gut ausgebildeten Polizeireitern vielfältig einsetzbar und tragen gerade bei Großveranstaltungen und Versammlungen zur Sicherheit und Deeskalation bei.“ Die Reiterstaffel wiege oftmals den Einsatz einer Vielzahl von Beamten auf und sei zugleich ein „Sympathieträger“.

Bei Sachsens Polizei stehen derzeit 20 Dienstpferde im Stall. Fünf Mitarbeiter des Landesgestüts Moritzburg kümmern sich um die Tiere. In früheren Jahren gab es immer wieder auch Stimmen, die den Nutzen der Reiterstaffel infrage stellten.

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2015 zahlte Sachsen für die Reiterstaffel inklusive Personalkosten etwa 880 000 Euro, darunter knapp 90 000 für Beschaffung und Unterhalt der Pferde. Die Staffel kommt unter anderem bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen, bei Streifen in Parkanlagen oder bei der Suche und Überwachung in einem unwegsamen Gelände zum Einsatz. „Bei der Aufklärung ergibt sich der Vorteil aus dem erhöhten Sitz des Polizeibeamten. So hat dieser die Möglichkeit, etwa einen Kilometer weiter zu schauen als auf der Straße“, heißt es in der Antwort auf eine Parlamentsanfrage.

Beamte, die zur Polizeireiterstaffel wollen, müssen einen sechsmonatigen Lehrgang mit Theorie und Praxis absolvieren. Die Pferde werden in einem Alter von mindestens vier Jahren angekauft und haben somit ihre Grundausbildung bereits erhalten. Nach dem Erwerb folgt eine einjährige Ausbildung zum Dienstpferd. (dpa)