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Sachsen trinken das meiste Bier

Mit der Menge, die statistisch jeder im Freistaat im Jahr trinkt, liegt die Menge deutlich über dem deutschen Durchschnitt. Aber nicht nur beim Verzehr liegt Sachsen an erster Stelle.

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© dpa

Dresden. 135 Liter Bier hat jeder Sachse im vergangenen Jahr getrunken, meldet der Sächsische Brauer-Bund. Das sind 28 Liter mehr als im Bundesdurchschnitt.

„Bier braucht Heimat, und in Sachsen hat Bier definitiv eine Heimat gefunden“, sagte Reinhard Zwanzig, Geschäftsführer des regionalen Brauereiverbandes, der Zeitung Welt. Das beweise schon die Tatsache, dass alleine drei Viertel des in Sachsen getrunkenen Bieres auch im Freistaat produziert werden. 200 Liter Bier werden in Sachsen mittlerweile pro Einwohner und Jahr gebraut. „Damit sind wir bei der Pro-Kopf-Produktion die Nummer eins in Deutschland, noch vor Bayern und Nordrhein-Westfalen“, so der Verbandsvertreter.

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Sachsen ist die Heimat großer Anbieter wie Radeberger, Wernesgrüner oder Feldschlösschen. Das Brauereisterben ist in Sachsen längst vorbei. Es geht sogar in die umgekehrte Richtung: Mit 57 hat die Zahl der Betriebe wieder das Vorwendeniveau erreicht. „Rund die Hälfte davon sind aber kleine Hausbrauereien“, sagt Branchenvertreter Zwanzig.

Ein Beispiel für die Sanierung eines regionalen Betriebs ist die Meißner Schwerterbrauerei, die ihre Umsätze deutlich gesteigert hat und in der Region wieder Marktführer ist. Binnen weniger Jahre sind auch in der Hauptstadt allein zehn neue Brauereien entstanden. Berlin ist derzeit die Hochburg der Gründerszene in der Bierwelt, heißt es dazu im Markt.

Mit einem Bierausstoß von 94,4 Millionen Hektolitern im Jahr 2013 liegt Deutschland mit Abstand auf dem ersten Platz in Europa, vor Russland (88,6), Großbritannien (42,4 ) und Polen (39,6). (SZ)