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Sachsen und Böhmen erforschen Verbleib von Schlossinterieur

Zwei Schlösser in Sachsen und Böhmen erforschen die wechselvolle Geschichte von Adelssitzen in Tschechien und Deutschland im 20. Jahrhundert. Durch die Recherche sollen historisch verursachte Wunden heilen.

© ZB

Weesenstein. Zwei Schlösser in Sachsen und Böhmen erforschen die wechselvolle Geschichte von Adelssitzen in Tschechien und Deutschland im 20. Jahrhundert. Durch die Recherche von Interieur sowie das Aufspüren und die Restaurierung verlorengeglaubter mobiler Einrichtungsgegenstände heilten historisch verursachte Wunden, teilte die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH Schloss Weesenstein am Donnerstag mit. Die Untersuchung erfolge exemplarisch anhand der Schlösser Weesenstein und Decín, einst in Besitz der Adelsfamilie von Bünau. „Historische Schlossinterieure sind durch Verkäufe, Kriege und Plünderungen gefährdet“, sagte eine Sprecherin von Weesenstein.

Während dort die originale Ausstattung über Jahrhunderte erhalten blieb, stand in Decín die Wohnnutzung über Jahrzehnte militärischer Fremdbestimmung gegenüber. Im Zuge des dritten EU-Projekts beider Einrichtungen konnte in Weesenstein der Ledertapetensaal wie vor dem Zweiten Weltkrieg eingerichtet werden. Inventare und Dokumente wurden recherchiert, originale Möbelstücke, Uhren und Ziergegenstände im Depot ausfindig gemacht und restauriert. Von diesem Samstag an können Besucher den Raum besichtigen, der adliger Gesellschaftssaal, Speisesaal der Wettiner, Museum sowie Konzertsaal zu DDR-Zeiten war. (dpa)

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