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Sachsen unterstützt weite Ausschöpfung des Sommerferien-Korridors

Der Streit um die optimale Sommerferienregelung schwelt schon lange: Die Wirtschaftsminister wollen mit einem breiteren Korridor den Tourismus ankurbeln. Die Kultusminister sind aus pädagogischen Gründen dagegen. Nun sind die Ministerpräsidenten am Zug.

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Dresden. Sachsen will sich für einen möglichst breiten Zeitkorridor bei der Sommerferienregelung einsetzen. Wie die Staatskanzlei am Mittwoch in Dresden mitteilte, ist vorgesehen, dass die Ministerpräsidenten die Kultusministerkonferenz per Beschluss bitten, für die Ferienregelung der Jahre 2018 bis 2024 einen Zeitraum von 90 Tagen möglichst weit auszuschöpfen. Sachsen unterstütze diesen Beschlussvorschlag, hieß es. Die Ministerpräsidenten kommen am Donnerstag in Berlin zusammen.

Der Vorschlag stammt nach Angaben aus nordrhein-westfälischen Regierungskreisen aus Baden-Württemberg. Eine Weisung an die Kultusminister, das 90-Tage-Intervall umzusetzen, sei darin nicht enthalten.

Der Streit über eine optimale Ferienregelung schwelt seit Jahren zwischen den Kultus- und den Wirtschaftsministern. Die Kultusminister legen aus pädagogischen Gründen Wert auf annähernd gleiche Halbjahre und mindestens sechs Wochen Unterricht zwischen zwei Ferienintervallen. Die Wirtschaftsminister wollen mit einem breiteren Ferienkorridor der Tourismuswirtschaft entgegenkommen und Verkehrsengpässe entzerren.

Zuletzt hatten sich die Wirtschaftsminister bei ihrer Konferenz im Dezember in Dresden für eine Streckung des Zeitkorridors der Sommerferien auf 90 Tage ausgesprochen.

Dieses Jahr starten die Sommerferien in Deutschland am 7. Juli mit Nordrhein-Westfalen und enden am 15. September mit Bayern. Das entspricht einem Zeitraum von 71 Tagen. In Sachsen haben die Schüler vom 21. Juli bis zum 29. August frei. (dpa)