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Sachsen

Sachsen will Weihnachtsmärkte erlauben

Trotz Corona sollen die Märkte möglich sein, dank individueller Regelungen mit Gesundheitsämtern. Veranstalter rechnen mit weniger Besuchern.

Auch im Zeichen der Corona-Pandemie soll es in diesem Jahr den Dresdner Striezelmarkt geben.
Auch im Zeichen der Corona-Pandemie soll es in diesem Jahr den Dresdner Striezelmarkt geben. © Robert Michael/dpa-Zentralbild

Dresden. Sachsen will auch in der Corona-Krise - anders als etwa die Stadt Köln - Weihnachtsmärkte ermöglichen. "Die Entscheidung zur Absage der Kölner Weihnachtsmärkte hat uns aufhorchen lassen. Wir wollen, dass in Sachsen Weihnachtsmärkte stattfinden können", sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) am Freitag nach einem Treffen mit Veranstaltern, Händlern, Kommunen und Vertretern von Gesundheitsämtern. Dabei wurden vor allem Bedingungen und Konzepte diskutiert, wie Weihnachtsmärkte stattfinden können.

Es gebe kein Allheilrezept zum Abhalten von Weihnachtsmärkten, betonte Klepsch. Veranstalter und Kommunen seien angehalten, individuelle Regelungen mit dem zuständigen Gesundheitsamt zu finden. "Voraussetzung ist, dass die Infektionszahlen nicht ansteigen." Diskutiert wurde unter anderem, die Zeit für Weihnachtsmärkte zu verlängern. Zudem gingen die Veranstalter davon aus, dass wegen ausbleibender Gäste aus dem Ausland in diesem Jahr weniger Menschen die Märkte besuchen.

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In der neuen Corona-Schutzverordnung ab dem 1. September hat Sachsens Regierung die grundsätzliche Zulassung von Weihnachtsmärkten verankert. Die endgültige Entscheidung treffen allerdings die Kommunen. Weihnachtsmärkte seien eine wichtige Einnahmequelle für viele Unternehmer und gleichzeitig touristischer Anziehungspunkt, betonte das Kultur- und Tourismusministerium.

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