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Debatte um A4-Ausbau: Auch Linke langfristig für Zug

Meißens Linken-Bundestagskandidat will einen Generalplan für Güterverkehr auf der Schiene. In Tanneberg und Deutschenbora deutet sich Entspannung an.

Runter von der Straße. Rauf auf die Schiene. Ganz so einfach wird ein Umbau des Schwerlastverkehrs in Sachsen nicht. Dem Meißner Bundestagsbewerber Markus Pohle ist das bewusst.
Runter von der Straße. Rauf auf die Schiene. Ganz so einfach wird ein Umbau des Schwerlastverkehrs in Sachsen nicht. Dem Meißner Bundestagsbewerber Markus Pohle ist das bewusst. © Marion Doering

Meißen. Einen achtspurigen Ausbau der A4 zwischen Nossen und Dresden lehnt der Linken-Bundestagskandidat für den Kreis Meißen Markus Pohle (29) kategorisch ab. Dies sei aus Gründen der fehlenden Nachhaltigkeit und Umweltschädlichkeit des Lkw-Verkehrs mit ihm und seiner Partei nicht zu machen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte Anfang der Woche gesagt, an diesem Vorhaben sowie dem sechsspurigen Ausbau zwischen Dresden und Bautzen festhalten zu wollen.

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Gleichzeitig betonte Pohle, dass eine Lösung für die Verkehrsprobleme am sächsischen Ost-West-Nadelöhr durch Umstieg auf die Eisenbahn nur langfristig möglich sei. Es müsse zum Beispiel genau überlegt werden, wo und in welcher Form Güterumschlagzentren an der Schiene angelegt würden. "Es nützt uns ja gar nichts, wenn der Stau dann an einem dieser Zentren entsteht", so der Linken-Bundestagskandidat. Um kurzfristig Entlastung zu schaffen, hält er moderne elektronische Leitsysteme für ein geeignetes Mittel.

Was die Diskussion um den Meißner Plossenausbau anbelangt, vertritt der Linken-Politiker ebenfalls eine klare Ansicht: Es müsse auf alle Fälle eine Tonnage-Begrenzung geben, um die Maut-Flüchter aus der Innenstadt zu halten, sagt Pohle.

Laster dürfen nicht mehr ausweichen

Unterdessen deutet sich zumindest für die Anwohner in Deutschenbora und Tanneberg eine gewisse Entspannung an. Das ist einer Mitteilung der Pressestelle des Landratsamtes Meißen vom Donnerstag zu entnehmen. Für die beiden Orte habe das Kreisverkehrsamt ein Lkw-Verbot mit Zusatzzeichen "Lieferverkehr frei" angeordnet.

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Ausschlaggebend hierfür sei die besondere Baustelle auf der Bundesautobahn und die damit verbundene extreme Verkehrsbelastung. Dieser Schritt ist befristet bis zum Ende der Baumaßnahmen auf der A4 zwischen Autobahndreieck Nossen und der Anschlussstelle Wilsdruff. Die Schilder sollen bis 3. Juli stehen. Seitens der Polizei wird es verstärkte Verkehrskontrollen geben.

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