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A 4: So lange müssen sich Autofahrer noch gedulden

Der erste große Bauabschnitt auf der A 4 zwischen Burkau und Ohorn ist fast fertig. Doch nicht nur dort wird gebaut.

Die A-4-Baustelle zwischen Burkau und Ohorn liegt im Zeitplan. Bis Ende Oktober soll hier alles fertig sein.
Die A-4-Baustelle zwischen Burkau und Ohorn liegt im Zeitplan. Bis Ende Oktober soll hier alles fertig sein. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Wer täglich auf der A 4 unterwegs ist, kann die Baustelle zwischen Burkau und Ohorn womöglich nicht mehr sehen. Seit Mai wird gebaut. Deshalb hier die gute Nachricht: Mehr als die Hälfte der Bauzeit ist geschafft. Sächsische.de gibt einen Überblick zum Stand der Arbeiten auf und an der A4 im Landkreis Bautzen und darüber hinaus.

Wie ist der Stand der Arbeiten zwischen Burkau und Ohorn?

Wie Thorsten Rietbrock mitteilt, werde die Bauphase eins voraussichtlich an diesem Sonnabend abgeschlossen sein. In halbseitiger Bauweise ging es hier um die Erneuerung der Fahrbahn in Richtung Dresden auf einer Länge von 2,6 Kilometern. „Grundsätzlich umfasst das Bauvorhaben die Erneuerung der oberen Asphaltschichten und die Wiederherstellung der Markierung“, führt der stellvertretende Sprecher der Niederlassung Ost der Autobahn GmbH aus. Zudem seien die Leitplanken dem aktuellen Stand der Technik angepasst, also ausgetauscht oder ergänzt worden.

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Demnächst folge die Fahrbahnerneuerung in der Fahrtrichtung Görlitz auf einer Länge von 1,2 Kilometern. Auch hier wird so gebaut, dass der Verkehr für eine Fahrtrichtung gesperrt und auf die andere umgeleitet werde, sodass die Arbeiten halbseitig erledigt werden. Diese Bauphase werde planmäßig am kommenden Montag beginnen und soll am 12. Oktober beendet sein.

„In den anschließenden zwei weiteren Bauphasen drei und vier werden die provisorischen Mittelstreifenüberfahrten der Verkehrsführung während der Bauzeit rückgebaut und die Glättemeldeanlage wiederhergestellt werden“, fügt der stellvertretende Sprecher hinzu. Somit soll es ab dem 26. Oktober wieder freie Fahrt zwischen Burkau und Ohorn geben. Insgesamt bleibt es hier bei den Gesamtkosten von rund 3,5 Millionen Euro.

So viel neue Lkw-Stellplätze soll es entlang der A 4 geben

Der Ausbau von Lkw-Stellplätzen an den Parkplätzen Rödertal bei Ohorn geht voran. Laut Thorsten Rietbrock ist eine neue Lärmschutzwand errichtet worden. Die Arbeiten an den Verkehrsflächen und zur Erweiterung der Stellplätze laufen. Bisher gab es 25 Stellflächen am Parkplatz Nord und 26 auf der anderen Seite. „Künftig werden es auf jeder Seite 14 mehr sein“, erklärt der stellvertretende Sprecher. Die Arbeiten sollen demnach im Oktober abgeschlossen werden.

Im kommenden Jahr ist dann der Ausbau am Parkplatz „Am Eichelberg“ bei Ottendorf-Okrilla geplant. Dort gebe es derzeit jeweils 16 Stellplätze für Lkw, die um jeweils 29 erweitert werden sollen. Im Jahr 2023 soll schließlich noch die Tank- und Rastanlage „Oberlausitz“ mit jeweils 22 zusätzlichen Lkw-Stellplätzen ausgestattet werden. Derzeit gibt es dort pro Seite 40 Stellplätze.

Diese Baustellen gibt es noch an der A 4 und anderen Autobahnen

Auch bei den Arbeiten an der Autobahn bei Wilsdruff ist ein Ende in Sicht. Bis zum 31. August wird es zwischen der Anschlussstelle Wilsdruff und dem Autobahndreieck Nossen in beiden Richtungen Verkehrsbehinderungen geben, weil hier Anlagen für Umleitungen von Baustellen entfernt werden. Zudem sollen die Mittelstreifenüberfahrten geschlossen und die Fahrspuren markiert werden. Der Verkehr wird auf jeweils zwei Spuren vorbeigeführt.

Auf diesem Abschnitt werden ebenfalls bis Ende August die Arbeiten an der Triebischtalbrücke beendet sein. Hier wurde eine 19 Meter breite Übergangskonstruktion eingelassen, die dann im besten Fall 25 Jahre halten wird.

Auch der Ausbau der A4 ist nach wie vor geplant, auch wenn er anders finanziert werden muss als gedacht. Denn aus dem Kohlefonds für den Strukturwandel wird es keine Mittel für die Erweiterung zwischen Nossen und Dresden auf acht und zwischen Dresden und Bautzen auf sechs Fahrspuren geben. Doch da die A4 im Verkehrswegeplan stehe, sei auch Geld dafür vorhanden, versicherte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) vor Kurzem in Bautzen.

Wer über das Dreieck Dresden-Nord auf der Autobahn 13 in Richtung Berlin fährt, kann sich ebenfalls auf Bauarbeiten einrichten. Hier wird zwischen den Anschlussstellen Marsdorf und Schönborn in Richtung Berlin die Fahrbahn erneuert. Diese Arbeiten sollen im bis Oktober dauern und fast acht Millionen Euro kosten.

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