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A4: Schwerlasttransporter deutlich zu schwer

An vier Kontrolltagen haben Polizeibeamte 67 Fahrzeuge kontrolliert. Was dabei alles festgestellt worden ist.

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Die Polizei hat auf dem Rastplatz Auerswalder Blick Großraum- und Schwerlasttransporter kontrolliert.
Die Polizei hat auf dem Rastplatz Auerswalder Blick Großraum- und Schwerlasttransporter kontrolliert. © Symbolfoto: Kristin Richter

Mittelsachsen. Die Verkehrspolizeiinspektion Chemnitz hat in den vergangenen Tagen Schwerpunktkontrollen von Großraum- und Schwerlasttransporten (SLT) auf dem Rastplatz „Auerswalder Blick“ durchgeführt.

Insgesamt waren 43 Polizisten in die Kontrollen eingebunden. Am Dienstag nahmen auch im Rahmen eines EU-Projektes Kollegen der tschechischen Polizei an den Maßnahmen teil.

Besonders auffällig war eine Kontrolle am Donnerstag. Dabei wurden zwei sogenannte SLT der Kontrollstelle zugeführt. Die Wägung des ersten Transportes erbrachte ein Gewicht von 96 Tonnen. Transporte über 40 Tonnen Gesamtgewicht sind genehmigungspflichtig. Eine entsprechende Genehmigung konnte der Fahrer jedoch nicht vorweisen.

62 Bußgeldverfahren eingeleitet

Das zweite Fahrzeug hatte zwar eine Genehmigung, aber nur über ein Gewicht von 99 Tonnen. Mit den bei der Wägung vor Ort ermittelten 108 Tonnen musste der Transport somit auch seine Fahrt vor Ort beenden. Bei der Auswertung des Fahrtenschreibers stellten die Experten zudem noch einen Geschwindigkeitsverstoß in Höhe von 102 Stundenkilometern fest. Es wurden entsprechende Anzeigen sowohl gegen die Fahrer als auch die verantwortlichen Unternehmen gefertigt.

In Summe hielten die Beamten an den vier Kontrolltagen 67 Fahrzeuge, darunter 24 Großraum- und Schwerlasttransporte, 17 Lkw und 26 Kleintransporter, an. Die Fachleute stellten bei den Kontrollen unter anderem 98 Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie jeweils elf Geschwindigkeitsverstöße und technische Mängel fest.

Weiterhin leiteten sie 62 Bußgeldverfahren sowie zehn Verfahren zur Vermögensabschöpfung ein. Die bei Letzterem errechneten Einziehungsbeträge belaufen sich auf mehr als 23.000 Euro. 23 Fahrer mussten die Fahrt aufgrund der Untersagung durch die Polizisten vor Ort beenden. Von den 24 kontrollierten Großraum- und Schwerlasttransporten wurden 18 (75 Prozent) beanstandet.