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Weihnachtskrimi 2020

Der falsche Stollen: Schweigen ist Sächsisch

Ein Weihnachtskrimi mit süßem Geheimnis und einem alten Rezept. Es stellen sich 24 Fragen, für deren Antworten Sie gewinnen können. Heute Teil 23!

30 Jahre durchgezogen: Jetzt ist der DDR-Stollen bekömmlich, staunt Anneliese Sachse.
30 Jahre durchgezogen: Jetzt ist der DDR-Stollen bekömmlich, staunt Anneliese Sachse. © Uwe Richter

Anneliese Sachse erklärte M., dass sie in der DDR die Chefsekretärin des Direktors des VE Backwarenkombinats gewesen und deshalb die Fachfrau für ihr „gefundenes Fressen“ sei. Sie betrachtete die Puderzuckerkruste, roch an dem Stollen, brach ein Stück ab, sah die fein verteilten Rosinen, aber auch Spuren von grünen Tomaten. „Wenn Se genau hinsehen, is ooch nach 30 Jahren kee Glansch zu enddecken.“ M. sah sie scharf an: „Worum handelt es sich bei einem Flansch?“

Die Sekretärin schüttelte den Kopf und sagte: „Kee Flansch, sondern Glansch. Das is so als wenn dor Deig feuchde zusammklebd wie Büroleim in dän Haaren.“ M. meinte, sie möchte sich das nicht vorstellen, denn sie wissen, dass in der DDR ein Haartonikum so roch wie heute die Luftverbesserer auf den Bahnhofstoiletten.

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Die Sekretärin schüttelte den Kopf und dachte: „Reden is Silber, Schweigen is Sächsisch“. Sie biss in das Stück Stollen und kaute. Als sie alles geschluckt hatte sagte sie: „Das is ganz erschdaunlich, 30 Jahre schbäder und er schmeckd garni ranzsch. Im Grunde isr jädze erschd so richdsch durch. Er lag ja ooch herrlich feuchde hier im Keller.“

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Die Handwerkskammer Dresden ist Partner unseres Advents-Gewinnspiels. © PR
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Das Autohaus Dresden unterstützt uns bei diesem Adventsgewinnspiel. © PR

Das Landeskriminalamt ließ den gesamten Stollen abtransportieren, denn M. meinte, er sei weit über das zulässige Verfallsdatum hinweg. „Es wird noch vor Weihnachten eine Gerichtsverhandlung geben. Der Täter wollte diese Giftfladen unter die Bevölkerung mischen, um sich zu bereichern“, sagte sie. Dann ging sie zu Spätzle und forderte ihn auf, sich auf die Verhandlung vorzubereiten.

Dem Privatdetektiv wurde leicht schwummrig, denn vor Gericht würde offenbar werden, dass er nicht nur eine Zeugin laufen ließ, sondern warum er einst den Dienst als verbeamteter Polizist quittieren musste. Aber Margit Puderle-Vögele ließ nicht locker und sagte: „Vorfreude ist die schönste Freude. Bis zum Weihnachtsabend will ich den Fall abgeschlossen haben.“

Dann ging sie zu Anneliese Sachse und wies sie darauf hin, dass sie das Land nicht verlassen dürfe, denn sie werde als Zeugin benötigt. „Keine Widerrede“, sagte M., stieg in ihre schwarze Limousine und fuhr davon.

Wie es weitergeht, lesen Sie morgen in unserem Adventskalender. Dort erleben Sie alle Episoden des Weihnachtskrimis, bei dem es täglich etwas zu gewinnen gibt. Mit jeder Teilnahme an einer Tagesverlosung steigern Sie zugleich Ihre Chancen für den Gewinn unserer Hauptpreise: einer "Kitchen Aid"-Küchenmaschine, ein Wochenende mit einem Opel Zafira Life Crosscamp und ein Stollenbackkurs für sechs Personen.

Alle Episoden gibt es auch gelesen von Peter Ufer als Video bei AugustoTV.

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