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Sachsens Altbischof Rentzing liegt im Koma

Das ehemalige Oberhaupt der evangelischen Landeskirche in Sachsen musste nach einem Herzstillstand wiederbelebt werden.

Bei seinem Abschiedsgottesdienst im November 2019 in der Martin-Luther-Kirche in Dresden hielt Carsten Rentzing seine letzte Bischofsrede.
Bei seinem Abschiedsgottesdienst im November 2019 in der Martin-Luther-Kirche in Dresden hielt Carsten Rentzing seine letzte Bischofsrede. © Matthias Rietschel

Dresden. Der Altbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen, Carsten Rentzing, hat einen schweren Herzinfarkt erlitten. Das bestätigte am Mittwoch das Landeskirchenamt in Dresden.

Der 53-Jährige Rentzing sei nach einem plötzlichen Herzstillstand wiederbelebt worden. Er liege derzeit im künstlichen Koma. Sein Amtsnachfolger, Landesbischof Tobias Bilz, zeigte sich tief betroffen. „Wir beten für die Genesung unseres ehemaligen Landesbischofs und um Kraft für seine Familie“, sagte Bilz.

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Auf Facebook gibt es bereits eine Gebetsbitte. Diakon Tobias Petzoldt, Leiter des Philippus-Instituts in Moritzburg, schreibt dort, Rentzings Herz schlage zwar wieder, "aber sein Zustand ist extrem kritisch". Wem es möglich sei, der möge im Gebet Carsten Rentzing und seiner Familie beistehen. Der Bitte folgten unter anderem Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) und Oberkirchenrat Sebastian Geisler.

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Rentzing war im Mai 2015 zum Bischof gewählt worden. Im Oktober 2019 stellte er sein Amt nach einer heftigen Diskussion um seine Einstellungen zu gesellschaftlichen Themen wie Homosexulität, Nationalismus und neurechtes Gedankengut zur Verfügung.

Zuletzt war Rentzing als Beauftragter der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands für die Stärkung des Kontaktes zu den lutherischen Kirchen in Mittel- und Osteuropa tätig.

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