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Sachsen

Arbeitslosigkeit in Sachsen sinkt weiter

Der Arbeitsmarkt im Freistaat erholt sich langsam. Das gilt auch für ganz Deutschland. Der Aufschwung könnte aber bald wieder abgebremst werden.

Die Bundesarbeitsagentur sorgt sich wegen der hohen Infektionszahlen und damit verbundenen Kontaktbeschränkungen.
Die Bundesarbeitsagentur sorgt sich wegen der hohen Infektionszahlen und damit verbundenen Kontaktbeschränkungen. © Symbolbild: Sina Schuldt/dpa

Chemnitz. Die Herbstbelebung sorgt auf dem sächsischen Arbeitsmarkt zwar für weiteren Aufschwung, neue Kontaktbeschränkungen könnten die Lage aber wieder verschlechtern. Im Oktober waren 128.600 ‎Menschen ohne Job und damit etwa 4.200 weniger als im Vormonat, wie die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank auf 6,1 Prozent. 

Auch bei den Zahlen für ganz Deutschland wird ein Rückgang der Arbeitslosigkeit deutlich. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit vom Donnerstag waren im Oktober 2.760 Millionen Menschen arbeitslos, 87.000 weniger als noch im September, aber 556.000 mehr als im Oktober 2019. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum September um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent.

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Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im Sommer weiter zurück gegangen. Nach Angaben der Bundesagentur hatten Betriebe im August für 2.58 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet. Auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle im April hatte die Zahl noch bei knapp sechs Millionen Menschen gelegen. 

Corona-Krise noch deutlich zu spüren

Die Inanspruchnahme habe seitdem sukzessive abgenommen, teilte die Bundesagentur weiter mit. Von 1. bis 25. Oktober sei noch einmal für 96.000 Personen Kurzarbeit angezeigt worden. Erfahrungsgemäß erweist sich tatsächliche Zahl der Kurzarbeiter aber meist als kleiner als die Zahl der Anzeigen.

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„Dennoch müssen wir die bevorstehenden Herausforderungen ernst nehmen. Das weitere Infektionsgeschehen und Kontaktbeschränkungen werden sich direkt auf den Arbeitsmarkt auswirken“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit.

Ohnehin sind die Auswirkungen der Corona-Krise noch deutlich zu spüren: Im Oktober waren 19.500 mehr Menschen in Sachsen arbeitslos als zur gleichen Zeit im Vorjahr. (dpa)

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