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Ausländerquote in Sachsen weit unter Bundesdurchschnitt

In Sachsen leben deutlich weniger Ausländer als im deutschlandweiten Durchschnitt. Die Hälfte von ihnen kommt aus Europa. Doch sie sind in Sachsen nicht gleich verteilt.

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Unter den Sachsen leben nur sechs Prozent Ausländer. Im Bundesschnitt zählt der Freistaat damit zu den Schlusslichtern.
Unter den Sachsen leben nur sechs Prozent Ausländer. Im Bundesschnitt zählt der Freistaat damit zu den Schlusslichtern. © Axel Heimken/dpa (Symbolbild)

Die Ausländerquote in Sachsen ist geringer als im bundesdeutschen Durchschnitt. Laut des Ausländerzentralregisters (AZR) lag der Anteil der Ausländer in Sachsen Ende 2021 bei sechs Prozent, der bundesweite Durchschnitt hingegen bei 13,1 Prozent.

Den höchsten Ausländeranteil in Sachsen hat die Stadt Leipzig mit 10,5 Prozent, Chemnitz 10,4 Prozent und Dresden mit 9,2 Prozent. In den Landkreisen liegt er nur in Görlitz über fünf Prozent. In Bautzen und im Erzgebirgskreis sogar unter drei Prozent.

Laut AZR kommen die meisten ausländischen Staatsangehörigen aus einem EU-Land - rund ein Drittel. In absoluten Zahlen sind das 82.575 Personen von insgesamt 244.415. Zählt man auch Nicht-EU-Staaten dazu, kommt mehr als die Hälfte von ihnen aus Europa. An zweiter Stelle folgen Menschen aus Asien, die mit 89.805 in Sachsen lebenden Ausländern einen Anteil von etwa 37 Prozent ausmachen. Das beinhaltet auch Menschen aus dem Nahen Osten. Deutlich weniger kommen aus Afrika, Amerika, Australien und Ozeanien.

Im Vergleich zu den anderen Bundesländern zeichnet sich ein klares Bild ab. Die neuen Bundesländer belegen die hinteren Plätze bei der Ausländerquote. Mit fünf Prozent wohnen in Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten Ausländer, es folgt Brandenburg mit 5,5 Prozent, Sachsen-Anhalt mit 5,7 Prozent und Sachsen mit 6 Prozent.

Bundesweit kommen etwa 42 Prozent der 10.893.053 in Deutschland lebenden Ausländer aus EU-Staaten. Rumänien und Polen machen mit jeweils über 800.000 unter ihnen den größten Anteil aus. Bei Nicht-EU-Staaten liegen die Türkei (1.487.110) und die Ukraine (1.164.200) mit großem Abstand vorn. Aus Syrien (923.805) und Afghanistan (377.240) stammen die meisten Menschen, die von außerhalb Europas nach Deutschland gekommen sind. (SZ/sil)