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B178: Wenn's mal wieder länger dauert

Die Planung für den Abschnitt Nostitz-A4 verzögert sich erneut. Zudem weist Sachsen zwei Forderungen zum Ausbau erneut zurück.

Zwischen Oderwitz und Großhennersdorf endet die B178 noch auf freiem Feld.
Zwischen Oderwitz und Großhennersdorf endet die B178 noch auf freiem Feld. © Matthias Weber/photoweber.de

Der Vorentwurf der Planung für den B178-Abschnitt Nostitz-A4 liegt entgegen anderer Ankündigungen des sächsischen Verkehrsministeriums immer noch nicht zur Prüfung beim Bund in Berlin. Sie "wird aller Voraussicht nach im ersten Halbjahr 2021 dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zur Erteilung des notwendigen Gesehenvermerks vorgelegt werden", heißt es jetzt aus Dresden in einem Schreiben an die Interessengemeinschaft B178.

Ursprünglich sollte das bereits vor einem Jahr passiert sein. Dann musste die Vorplanung geändert werden. Daraufhin kündigte das Ministerium die Übergabe der Unterlagen "bis Ende Januar" an. Sachsen ist für die Planung der Bundesstraße verantwortlich und bedient sich in diesem Fall der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH.

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Die Forderungen der Interessengruppe B178, den Abschnitt doch vier- statt nur dreispurig auszubauen, weist das Ministerium in dem Schreiben einmal mehr zurück. "Der aktuell in der Planung befindliche dreistreifige Straßenquerschnitt trägt dahingehend die Gewähr einer anforderungsgerechten und dauerhaft leistungsfähigen Dimensionierung und umfasst somit die formalen Voraussetzungen für die baurechtliche Genehmigungsfähigkeit", so die Dresdner. Auch der Forderung nach der Nordverlängerung von der A4 bis zur A15 erteilen sie erneut eine Absage.

Der Abschnitt von Nostitz zur A4 ist nach dem nun absehbaren Bau des Abschnitts Zittau-Niederoderwitz der letzte, der zur Fertigstellung der neuen Bundesstraße fehlt. Er ist 5,8 Kilometer lang und soll nach derzeitigen Schätzungen rund 70 Millionen Euro kosten. Der Abschnitt wird seit mehr als 15 Jahren geplant. Ursprünglich sollte 2011 Baustart sein. Doch bei der Beteiligung der Öffentlichkeit gab es so viel Kritik, dass die Planung neu aufgerollt wurde. Dabei ist der Abschnitt wegen neuer Verkehrsprognosen auch von vier auf drei Spuren zurückgestuft worden. Wann die Planung abgeschlossen ist, kann derzeit niemand seriös voraussagen.

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