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B178: Bund gibt Geld für Bau frei

Damit ist letzte formale Hürde für den Abschnitt Zittau-Oberwitz übersprungen. Was nun den Baustart noch verzögern kann.

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig hat heute verkündet, dass die Finanzierung für den Bau des nächsten B178-Abschnitts gesichert ist.
Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig hat heute verkündet, dass die Finanzierung für den Bau des nächsten B178-Abschnitts gesichert ist. © Montage: SZ-Bildstelle

Das Bundesverkehrsministerium hat die Baufreigabe für den B178-Bauabschnitt zwischen Niederoderwitz und Oberseifersdorf/Nordumgehung Zittau erteilt. Wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) laut der sächsischen Landesregierung in einem Schreiben an den sächsischen Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) mitgeteilt hat, ist die Finanzierung aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen gesichert. "Nun ist endlich auch die Finanzierung für den Weiterbau der B178n gesichert", so der sächsische Minister. "Dafür danke ich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer außerordentlich. Allen Beteiligten ist bewusst, dass die Vollendung dieser Verkehrsader für das Gelingen des Strukturwandels und die Lebensqualität der noch vom Durchgangsverkehr betroffenen Gemeinden von großer Bedeutung ist."

Damit ist die über ein Jahrzehnt dauernde Vorbereitung abgeschlossen. "Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr wird nun die Ausschreibung der Baulose weiter vorantreiben", so Dulig. "Wir hoffen, noch in diesem Jahr mit den bauvorbereitenden Maßnahmen beginnen zu können."

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Ausschreibungen und Vergabe dauern mindestens ein halbes Jahr. Zu den "bauvorbereitenden Maßnahmen" gehören unter anderem die Suche nach Weltkriegsmunition durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst und nach geschichtlichen Hinterlassenschaften durch Archäologen. Die Historiker haben dafür so viel Zeit wie nötig. Trotzdem hofft das Verkehrsministerium, dass 2022 mit dem Bau begonnen werden kann.

Die Finanzierung aus den Kohlemilliarden ist umstritten. Kritiker bemängeln, dass die Straße seit Jahrzehnten im Bundesverkehrswegeplan verankert ist und aus dem regulären Bundeshaushalt bezahlt werden sollte. (SZ/tm)

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