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Lkw-Crash: B178 bis in die Nacht gesperrt

Der Unfall war am Montagnachmittag zwischen Löbau und Weißenberg passiert. Voraus ging eine Panne.

Der polnische Lkw wurde durch den Aufprall in die Mittelleitplanke gedrückt.
Der polnische Lkw wurde durch den Aufprall in die Mittelleitplanke gedrückt. ©  xcitepress

Nachdem zwei Lkw am Montagnachmittag auf der B178 zwischen Löbau und Weißenberg kollidiert sind, konnte der Streckenabschnitt erst am Dienstag um 2.15 Uhr wieder freigegeben werden. Das teilt Polizeisprecher Sebastian Ulbrich mit.

Grund für die lange Sperrung war nicht nur die aufwendige Bergung der Lkw, für die ein Kran zum Einsatz kam. Auch die Leitplanken mussten wieder repariert werden. Der Schaden belief sich auf 200.000 Euro.

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Wie kam es zu dem Unfall? Gegen 15.30 Uhr war der 54-jährige Fahrer eines tschechischen Lkw auf der B178 in Richtung Weißenberg unterwegs. Am Abzweig, der von Oppach nach Löbau führt, stand ein polnischer Lkw. "Wegen technischer Probleme", wie Sebastian Ulbrich berichtet. Nach SZ-Informationen war wohl ein Getriebeschaden eingetreten, weswegen der 33-jährige Fahrer mit seinem Lkw liegen blieb.

Doch offenbar übersah der Tscheche die Situation. Er krachte mit seinem Gefährt fast ungebremst in das Heck des Pannen-Lkw. Der wurde durch den Aufprall in die Mittelleitplanke geschoben und riss diese aus ihrer Verankerung. Augenzeugen des Unfalls wählten sofort den Notruf und kümmerten sich um die beiden Unfallbeteiligten.

Die Fahrer waren zwar nicht in ihren Führerhäusern eingeklemmt, aber erlitten beide Verletzungen: der Pole schwere, der Tscheche leichte. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und ein Notarzt versorgten die beiden, ehe sie in ein umliegendes Krankenhaus kamen. Kameraden der Feuerwehr sicherten die Unfallstelle ab. Sie errichteten eine Sperre, damit die vielen auslaufenden Betriebsstoffe nicht in die umliegenden Gullys laufen konnten und banden diese anschließend ab. Weiterhin war eine Spezialfirma mit dem Reinigen der Fahrbahn beauftragt.

Beamte des Polizeireviers Zittau-Oberland nahmen die Personalien der Beteiligten auf und befragten Zeugen. Der Verkehrsunfalldienst übernahm die Ermittlungen zum genauen Hergang und der Ursache. Die Beamten sicherten Spuren und fertigten Fotos an. Auch die Lkw-Kontrollgruppe der Polizei war im Einsatz.

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