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Leipziger Autor wird neuer Stadtschreiber von Dresden

Der Leipziger Autor Carl-Christian Elze hat sich gegen überraschend viele Bewerber als Stadtschreiber in Dresden durchgesetzt. Das sind seine Aufgaben.

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Carl-Christian Elzer ist neuer Stadtschreiber in Dresden. Der Leipziger Autor übernimmt im nächsten Jahr die Aufgabe von der aktuellen Stadtschreiberin Katharina Bendix.
Carl-Christian Elzer ist neuer Stadtschreiber in Dresden. Der Leipziger Autor übernimmt im nächsten Jahr die Aufgabe von der aktuellen Stadtschreiberin Katharina Bendix. © Georg Wendt/dpa

Dresden. Der Leipziger Autor Carl-Christian Elze wird im kommenden Jahr neuer Stadtschreiber von Dresden. Für ein halbes Jahr erhält er damit ein Stipendium und eine mietfreie Wohnung in der Elbestadt, teilte das Rathaus am Donnerstag mit.

In diesem Jahr habe es überraschend viele Bewerbungen gegeben. Die Jury habe sich nach Sichtung der Texte und intensiver Beratung für Elze entschieden, der mit seinem Prosaband "Freudenberg" zuletzt auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2022 nominiert war. Seine Bewerbung als Stadtschreiber enthielt ausschließlich lyrische Texte, mit denen er die Jury überzeugte.

"Seine Gedichte sind sinnlich, wach, überraschend und voll zärtlicher Ironie. Sie zeichnen sich durch starke Bilder und Metaphern und ein strenges Formbewusstsein aus", hieß es zur Begründung. In seinen Gedichten verknüpfe der Leipziger Schriftsteller Naturwissenschaft und Religion, Philosophie und Biologie, die Liebe zum Menschen und die Liebe zum Tier.

Stadtschreiber soll Literaturszene in Dresden vernetzen

Elze wurde 1974 in Berlin geboren und wuchs in Leipzig auf. Sein Vater war Zootierarzt, große Teile seiner Kindheit verbrachte der jetzige Autor im Leipziger Zoo. Später studierte er zwei Jahre Medizin, danach Biologie und Germanistik. Von 2004 bis 2009 war er Student am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Auch dieses Jahr ist eine Autorin aus Leipzig Stadtschreiberin in Dresden. Katharina Bendix schreibt Bücher für Kinder und Erwachsene. Die Stadt Dresden stellt jedes Jahr für sechs Monate einen Stadtschreiber ein, um die "literarischen Traditionen" der Kulturstadt zu bereichern.

Hauptaufgabe ist es, eigene Sprach- und Literaturveranstaltungen zu organisieren. "Eine Lesung zu Beginn des Aufenthaltszeitraums erfolgt im Rahmen des Stipendiums. Zudem wird gewünscht, dass die Stipendiatin oder der Stipendiat nach Absprache ein bis zwei zusätzliche Veranstaltungen wie ein Literaturgespräch, Lesung oder ähnliches anbietet", heißt es in der Ausschreibung der Stadt. (dpa/SZ)