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Sachsen

Corona-Krise trifft auch die Spielbanken

Die Corona-Schließungen haben bei Sachsens Spielbanken zu einem Umsatzrückgang geführt. Der Geschäftsführer setzt auf neue Angebote.

© dpa/Christoph Schmidt

Leipzig. Nach der Corona-Delle mit fast sieben Monaten Schließung suchen Sachsens Spielbanken nach Konzepten, um wieder mehr Kunden anzuziehen. Dass die Innenstädte weniger belebt seien als vor der Pandemie, sei problematisch für die drei Spielbanken in Leipzig, Dresden und Chemnitz, sagte Spielbanken-Geschäftsführer Frank Schwarz.

Im ersten Corona-Jahr 2020 brach der Umsatz um rund 20 Prozent ein, dazu kam ein Besucherrückgang um knapp 35 Prozent. Das Jahr sei dennoch besser gelaufen als befürchtet. In Sachsen gibt es ein Spielbankenmonopol, das heißt die drei Spielbanken sind in staatlicher Hand.

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Momentan hat es Priorität für die Spielbankengesellschaft, wie wir die Terrestrik wieder hoch kriegen", sagte Schwarz. Die Spielbanken sind seit dem 14. Juni wieder geöffnet, doch das Leben kehrt ihm zufolge eher zögerlich in die Innenstädte zurück. "Leipzig sieht noch relativ gut aus, aber in Dresden und Chemnitz ist es spürbar weniger geworden", berichtete der Geschäftsführer. "Wir wissen auch noch nicht, was sich in allen drei Städten noch an Ladenschließungen abspielen wird." Die Spielbanken-GmbH überlege, neue Spielangebote auszuprobieren - etwa Roulette als Demospiel oder Online-Pokerturniere.

Frank Schwarz, Geschäftsführer der Sächsischen Spielbanken-GmbH, sucht nach Wegen, den Betrieb nach der Corona-Delle wieder zu beleben.
Frank Schwarz, Geschäftsführer der Sächsischen Spielbanken-GmbH, sucht nach Wegen, den Betrieb nach der Corona-Delle wieder zu beleben. © dpa/Jan Woitas

Vor der Corona-Krise - 2019 - hatten die Spielbanken einen Umsatz von rund zehn Millionen Euro erzielt; 2020 waren es noch knapp acht Millionen Euro. Die Zahl der Besucher reduzierte sich von rund 132.000 auf 86.000. Wie die Entwicklung 2021 mit dem langen Lockdown zu Beginn des Jahres war, ist noch offen. Die Spielbanken-Gesellschaft geht laut Schwarz von einem schwierigen Jahr aus, erwartet aber ein insgesamt positives Ergebnis.

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Welche Konsequenzen die Spielbanken-GmbH aus den neuen Regeln für das Glücksspiel in Deutschland ziehen wird, ist noch unklar. Seit dem 1. Juli gilt ein neuer Glücksspielstaatsvertrag, der unter anderem den Betrieb von Online-Casinos erlaubt. Noch fehlten aber die konkreten sächsischen Ausführungsbestimmungen, sagte Schwarz. Wie alle in der Branche prüfe auch die Spielbanken-GmbH, was technisch machbar sei. Entscheidungen über einen Einstieg ins Online-Casino-Geschäft würden aber erst später getroffen. (dpa)

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