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Corona-Lage: So geht es jetzt in Sachsen weiter

In Sachsen wird es vor Weihnachten wohl keinen harten Lockdown geben. Die derzeitigen Corona-Regeln bleiben voraussichtlich bis ins neue Jahr gültig.

Von Annette Binninger
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In Sachsen wird es vorerst keinen harten Lockdown geben.
In Sachsen wird es vorerst keinen harten Lockdown geben. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Dresden. In Sachsen wird es vorerst keinen harten Lockdown geben. Die derzeit gültigen Corona-Regelungen werden voraussichtlich bis mindestens Ende Dezember gültig bleiben, höchstwahrscheinlich noch über den Jahreswechsel hinaus. Das geht aus Äußerungen von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer nach Ende der Bund-Länder-Runde am Donnerstag in Dresden hervor. Schulen und Kindertagesstätten sowie Gaststätten und Einzelhandel bleiben demnach geöffnet. Auch in ganz Deutschland wird es vor Weihnachten keinen harten Lockdown geben. „Zum jetzigen Zeitpunkt“ sei auch noch keine Entscheidung getroffen, dass die Weihnachtsferien in Sachsen um einige Tage nach vorne verlängert werden, sagte Kretschmer.

Während sich die Länder auf eine 2G-Regelung für den Einzelhandel sowie eine deutliche Reduzierung der Zuschauer in Fußballstadien einigten, gelten diese Regelungen im Freistaat bereits seit einigen Wochen im Rahmen einer „Notfallverordnung“. Darin sind sogar teilweise deutlich schärfere Regelungen enthalten, beispielsweise was Kontaktbeschränkungen von Ungeimpften angeht.

Michael Kretschmer ist derzeit durch die katastrophale Lage in Sachsen schwer unter Druck.
Michael Kretschmer ist derzeit durch die katastrophale Lage in Sachsen schwer unter Druck. © dpa-Zentralbild

Maskenpflicht in allen Klassenstufen

Als zusätzliche Maßnahme zeichnet sich ab, dass auch in Sachsens Schulen die Maskenpflicht auf alle Klassenstufen ausgeweitet werden könnte. Auch hierzu muss die sächsische Landesregierung am Dienstag aber erst noch beraten und könnte dies dann in die nächste Corona-Verordnung einfließen lassen, womöglich aber auch schon vorher einführen. Außerdem werden Theater und Bühnen länger als bisher bekannt bis mindestens 9. Januar geschlossen bleiben, kündigte Kretschmer an und bedankte sich für diese Form der Solidarität bei den Kulturschaffenden.

Böller-Verbot zu Silvester

Klar ist auch, dass es auch zum Jahreswechsel 2021/2022 still sein wird in Sachsen. Für ganz Deutschland wird der Verkauf von Feuerwerk verboten. Den Kommunen soll wie schon im vergangenen Jahr die Möglichkeit gegeben werden, bestimmte Plätze, an denen sich traditionell größere Menschengruppen sammeln, um gemeinsam zu feiern, wieder unter besonderen Schutz und damit gesperrt werden können.

Bereits an diesem Montag, wird der Landtag über die Corona-Lage debattieren und die sogenannte „Länderöffnungsklausel“ des Bundes-Infektionsschutzgesetzes voraussichtlich beschließen, die es erlaubt, dass die Landesregierung dann vermutlich am Freitag kommender Woche die nächste Corona-Schutzverordnung beschließt, die dann voraussichtlich bis ins neue Jahr hinein Gültigkeit behält.

Problematisch ist allerdings, dass das neue, für die Fortführung der sächsischen Regelungen notwendige, überarbeitete Bundesinfektionsschutzgesetz nach SZ-Recherchen voraussichtlich erst ab 15. oder 16. Dezember durch Bundestag und Bundesrat beschlossen werden könnte.