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Das sächsische Dorf, das nicht gerettet werden will

Die meisten Bürger von Mühlrose haben sich längst mit ihrer Umsiedlung abgefunden. Dennoch kämpfen Umweltschützer hier gegen die Kohle – und für Günter und Else. Aber Mühlrose ist nicht Lützerath.

Von Henry Berndt
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„Uns können sie nichts“: Umweltschützerin Rebekka Schwarzbach verteidigt ein kleines Waldstück nahe Mühlrose gegen das Vorrücken des Tagebaus.
„Uns können sie nichts“: Umweltschützerin Rebekka Schwarzbach verteidigt ein kleines Waldstück nahe Mühlrose gegen das Vorrücken des Tagebaus. © HY-photo Gernot Menzel

Das Ortseingangsschild hängt in fünf Metern Höhe. Sonst wäre es vermutlich schon geklaut worden, denn dieser kleine Ort nahe Weißwasser schreibt gerade Geschichte. Die Hälfte der Häuser in Mühlrose sind in jüngster Zeit abgerissen worden. Auch jetzt sind die Arbeiten in vollem Gange. Ein grüner Bagger an der Dorfstraße gleich hinter der Bushaltestelle schüttelt seine Schaufel und wirft die großen Steine auf einen Haufen. Daneben steht noch eine letzte Wand mit drei Fensterscheiben. Bald wird an dieser Stelle nichts mehr an das Haus erinnern, in dem eben noch Menschen staubsaugten und die Blumen gegossen haben.

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