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Emil und Hanna erneut die beliebtesten Babynamen 2022 in Sachsen

Frisch gebackene Eltern sind ihrem Geschmack bei Babynamen 2022 überwiegend treu geblieben. Auf den Toplisten gibt es kaum Veränderungen. Der Trend zu Wohlklang und Kürze geht weiter.

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Emil und Hanna waren im vergangenen Jahr in Sachsen erneut die beliebtesten Babynamen.
Emil und Hanna waren im vergangenen Jahr in Sachsen erneut die beliebtesten Babynamen. © dpa

Dresden. Emil und Hanna waren im vergangenen Jahr in Sachsen erneut die beliebtesten Babynamen. Das geht aus einer Liste der häufigsten Erstnamen hervor, die die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Montag in Wiesbaden veröffentlichte. Bereits im Jahr 2021 landeten die Namen auf der Liste ganz vorne.

Bei den Jungen folgten auf Platz zwei und drei Karl und Oskar, bei den Mädchen waren es Emma und Frieda. Die deutschlandweit beliebtesten Babynamen, Emila und Noah, schafften es in Sachsen nicht auf die ersten drei Plätze.

Insgesamt zeigt die Auswertung: Frisch gebackene Eltern geben ihren Kindern nach wie vor gerne kurze oder sehr kurze Namen - oft mit vielen Vokalen. "Klang und Kürze bestimmen auch die beliebtesten Vornamen 2022", sagt GfdS-Geschäftsführerin Andrea Ewels. "Je kürzer, desto besser." Dies sei ein Trend, den die Sprachforscher bereits seit gut 20 Jahren beobachten könnten.

Grundlage für die Listen sind Daten von mehr als 750 Standesämtern, die laut GfdS fast eine Million Namenseintragungen übermittelt hatten.

Für die Namen auf der Top-Ten-Liste gelte keineswegs, dass jedes zweite Kind in der Kita so gerufen werde, erläuterte die GfdS-Geschäftsführerin. Selbst der häufigste Mädchenname Emilia hat einen Anteil von lediglich knapp 1,4 Prozent an allen vergebenen weiblichen Namen. Bei den Jungen liegt Noah nur leicht über einer Quote von 1,4 Prozent. Die Standesämter hätten im vergangenen Jahr nahezu 70.000 verschiedene Namen gemeldet, nach rund 65.000 Namen im Vorjahr. "Diese Namensvielfalt spiegelt gesellschaftliche Vielfalt wider." Dabei gibt es auch je nach Bundesland Unterschiede, in Berlin zum Beispiel steht bei den Jungen nun der Name Mohammed bei der Häufigkeit an erster Stelle, im Saarland und Mecklenburg-Vorpommern ist es Finn.

Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland, Österreich und Schweiz

Einen Wandel auf den vorderen Plätzen der Lieblingsnamen gibt es - er geschieht aber nach den Erfahrungen der Sprachforscher langsam über mehrere Jahrzehnte. Das zeigt auch ein Blick in das GfdS-Archiv: Während 2012 die Liste mit Sophie und Luca an der Spitze der aktuellen Rangfolge teilweise noch stark ähnelt, sind 2002 mit Marie und Alexander auf den ersten Plätzen schon deutlichere Unterschiede im Vergleich zu 2022 sichtbar. Im Jahr 1982 waren noch Stefanie und Christian die am häufigsten vergebenen Babynamen in der damaligen Bundesrepublik gewesen.

Bei einem Vergleich der aktuellen Erstnamenlisten 2022 mit den Top Ten der deutschsprachigen Nachbarländer Österreich und Schweiz zeigen sich laut GfdS einige Gemeinsamkeiten - aber auch Unterschiede. In Österreich enthält die Liste der beliebtesten zehn Erstnamen 2021 jeweils vier Namen, die auch in Deutschland unter den Topnamen sind, nämlich Emilia, Emma, Mia und Hanna sowie Paul, Elias, Leon und Noah. Jedoch sind mit Valentina, Maximilian und Tobias auch längere, konsonantenreichere Namen vertreten.

Auf der Topliste der deutschsprachigen Schweiz sind demnach 2021 jeweils fünf Namen zu finden, die auch in Deutschland zu den beliebtesten gehören, wie die Sprachforscher erläuterten. Die übrigen Namen seien hierzulande eher selten, wie etwa Elena, Alina, Elin und Malea bei den Mädchen sowie Nino und Leano bei den Jungen. (dpa)