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Sachsen

Es denkt doch nicht jeder nur an sich

Das ist Rekord: Über eine Million Euro für Sachsen in Not spendeten SZ-Leser. Dazu hat auch die Corona-Situation beigetragen. Ein Kommentar.

Maria Weigel und ihre beiden Söhne haben ein Bett von der Stiftung Lichtblick bekommen.
Maria Weigel und ihre beiden Söhne haben ein Bett von der Stiftung Lichtblick bekommen. © Sven Ellger

Von Katarina Lohse

Das gab es noch nie in der Lichtblick-Geschichte: Über eine Million Euro für Menschen in Not in unserer Nachbarschaft, gespendet von SZ-Lesern innerhalb von zwei Monaten. Das letzte Mal gingen im Flutjahr 2002 Millionen ein, da war die Stiftung noch ein Verein; das Geld kam überwiegend aus anderen Teilen Deutschlands für Flutopfer in Sachsen.

Welch eine erneute starke Hilfsbereitschaft. Sie zeichnet ein Bild von den Menschen hier, auf deren Solidarität Verlass ist. Es denkt eben doch nicht jeder nur an sich. Danke für jeden Euro, jede Spende, die zu diesem tollen Ergebnis geführt hat. Danke an die regelmäßigen Spender und jene, die zum ersten Mal dabei waren, für die großzügigen wie die kleineren Beträge, für die Sammlungen, für die runden wie die krummen Summen.

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Die Corona-Situation hat zu diesem Ergebnis beigetragen. 86.000 Euro wurden speziell für von Corona betroffene Solo-Selbstständige gespendet, ein Großteil davon engagiert eingeworben von der Initiative SOS for Culture. Das Geld kommt genau richtig in einer Zeit, in der unter den ohnehin Schwächsten mit einer Zunahme an finanzieller und sozialer Not, mit Einsamkeit, Schicksalsschlägen und Überforderung zu rechnen ist.

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Mit dem Spenden-Plus plant die Stiftung, noch mehr Menschen zu helfen, Notfonds aufzustocken, Sozialarbeit zu unterstützen. Manchmal sind es nur Tropfen auf den heißen Stein. Jetzt ist es ein Tropfen-Meer geworden.

Katerina Lohse ist Vorstandsvorsitzende der Stiftung Lichtblick. E-Mail: [email protected]

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