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Es fehlt ein Krisen-Konzept

Sachsens Landesregierung fehlt eine klar erkennbare Strategie bei der Bekämpfung des Corona-Virus. Ein Kommentar von Annette Binninger.

Die Landesregierung hat noch immer keine konsistente Corona-Strategie, kritisiert Annette Binninger.
Die Landesregierung hat noch immer keine konsistente Corona-Strategie, kritisiert Annette Binninger. © Peter Endig/dpa

Seit einigen Wochen schon erreicht mich aus der Ferne häufiger die besorgte Nachfrage von Freunden und Bekannten, ob ich denn inzwischen das Gefühl hätte, dass Sachsen die Corona-Entwicklung im Griff hat. Nein, lautet immer noch meine Antwort darauf. Die Infektionszahlen steigen. Das Virus führt Regie, nicht der Krisenstab.

Der Eindruck verfestigt sich eher noch: Es fehlt eine klare Führung in der Staatsregierung und im Krisenstab. Dazu gehört auch eine klare Kommunikation sowohl nach innen als auch nach außen. Sogar bei simplen Supermarkt-Regeln vergaloppiert man sich so, dass es einfach nur peinlich ist.

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Nicht systematisch, verlässlich aufgestellt

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E-Mail an Annette Binninger.

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