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"Glücksatlas": Sachsen leiden deutlich unter Pandemie

Die Corona-Krise hat die Lebenszufriedenheit auf einen historischen Tiefstand gedrückt. Dabei hätte es für die Sachsen noch schlimmer kommen können.

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"Glücksatlas" veröffentlicht: Laut einer Umfrage ist die Zufriedenheit der Deutschen mit ihrem Leben gesunken.
"Glücksatlas" veröffentlicht: Laut einer Umfrage ist die Zufriedenheit der Deutschen mit ihrem Leben gesunken. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild (Symbolfoto)

Bonn/Dresden. Die Menschen in Sachsen haben laut einer Studie deutlich unter der Corona-Krise gelitten. Im neuen "Glücksatlas", der am Mittwoch in Bonn vorgestellt wurde, kommt das Bundesland auf einer Skala von 0 bis 10 auf einen Glücksindex von 6,58. Damit belegt es im Ländervergleich den zwölften Platz und liegt genau im bundesweiten Durchschnitt.

Bundesweit brach die Lebenszufriedenheit um 0,55 Punkte ein und liegt nun auf dem niedrigsten Stand sei Beginn der Erhebung im Jahr 1984. Gemessen an diesem Trend stehen die Sachsen mit einem Rückgang um 0,34 Punkte gar nicht so schlecht da. Die Studienmacher führen diese Entwicklung auf demografische Unterschiede zwischen den Ländern zurück: Städter, Frauen und Besserverdiener hätten tendenziell stärker unter den Einschränkungen während der Pandemie gelitten.

Da die neuen Bundesländer aber ländlicher geprägt sind, einen hohen Männeranteil und eher niedrige Einkommen aufweisen, seien sie davon weniger stark betroffen gewesen. Insgesamt glich sich die Lebenszufriedenheit dadurch an und liegt dort nun nur noch 0,1 Punkte unter dem Niveau in den alten Bundesländern.

Die Ergebnisse stehen der Untersuchung zufolge im direkten Zusammenhang mit Corona. "Je höher die Infektionszahlen und je strikter die Maßnahmen, desto niedriger das Glücksniveau", heißt es im "Glücksatlas". Besonders deutlich wird das bei der Zufriedenheit mit der eigenen Freizeitgestaltung: Sie stürzte auf 5,0 Punkte ab - vor der Pandemie lag sie noch bei 7,21 Punkten. Betrachtet wurden auch die Auswirkungen einer Impfung gegen das Coronavirus. Sie löse bei Geimpften einen "deutlichen Glücksschub" aus und hebe die Lebenszufriedenheit im Schnitt um 0,52 Punkte, so die Autoren.

Der "Glücksatlas" wurde im Auftrag der Deutschen Post erstellt und basiert im Kern auf einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach mit mehr als 8.400 Beteiligten. Die Teilnehmer wurden zwischen Januar und Juni 2021 befragt, also in einer Phase mit einem Lockdown, aber auch mit Lockerungen und steigenden Impfzahlen. Die Lage in der zweiten Jahreshälfte ist nicht abgebildet. (dpa)