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Im falschen Körper geboren

Liam Rogall kam als Mädchen auf die Welt. Doch der Dippoldiswalder ist transsexuell. Jahrelang litt er an Depressionen. Wie Liam schließlich zu sich selbst fand.

Von Kornelia Noack
 9 Min.
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Liam S. Rogall aus Dippoldiswalde und seine Mutter Gabriele, die ihn unterstützt.
Liam S. Rogall aus Dippoldiswalde und seine Mutter Gabriele, die ihn unterstützt. © Matthias Rietschel

Fünf Jahre ist es her, Liam S. Rogall und seine Mutter Gabriele aus Dippoldiswalde erinnern sich noch genau an diesen Abend. Es war spät, der Vater lag bereits im Bett, als der damals 16-Jährige seine Mutter bat, mit ihm noch einen Film zu schauen. Liam, der zu diesem Zeitpunkt noch einen Mädchennamen und lange Haare trug, legte eine DVD ein: „Mein Sohn Helen“. Der Film erzählt die Geschichte eines Schülers, der sich fremd im eigenen Körper fühlt und ein Austauschjahr in den USA nutzt, um mit seiner Transition zu beginnen – und fortan als Frau leben möchte. Während des Films sprachen Liam und seine Mutter kaum ein Wort. Als der Abspann läuft, fragte sie ihn: Ist das bei dir auch so, nur andersherum? Bist du ein Junge? Er nickte. Gabriele Rogall nahm ihr Kind in den Arm. Sie redeten bis tief in die Nacht.

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