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Impfmob jagt Schneekönigin

Der Freistaat wäre ein kaltes Land ohne unsere warmherzigen Politiker - eine satirische Kolumne.

In seiner Kolumne nimmt SZ-Redakteur Gunnar Saft Bezug auf Geschehnisse in Sachsen - in dieser Woche unter anderem auf die Lockdown-Kritik von Kati Witt.
In seiner Kolumne nimmt SZ-Redakteur Gunnar Saft Bezug auf Geschehnisse in Sachsen - in dieser Woche unter anderem auf die Lockdown-Kritik von Kati Witt. © Sven Ellger

SACHSENS Ministerpräsident und CDU-Landeschef Michael Kretschmer muss aufpassen, denn er wagt sich demnächst aufs Eis. Auf sehr dünnes womöglich, da er mit Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt unbedingt persönlich darüber debattieren will, ob diese den Corona-Lockdown doof finden darf oder nicht. Zuvor hatte sich der Weltstar öffentlich frustriert über die Krisenarbeit der Politiker geäußert.

Kann Kretschmer die wütende Eisdame unter vier Augen nicht vom Gegenteil überzeugen, droht ihm Ungemach: Erst eine Zehn-Minuten-Pirouette mit ihm schwindlig im Mittelpunkt, dann ein dreifach rückwärts geworfener Michael mit extrem harter Landung und schließlich schlechte Haltungsnoten beim mühsamen Verlassen der Eisfläche auf allen vieren. Aber vielleicht lohnt es sich, wenn die Kati nach diesem Anblick wieder lächeln kann.

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NICHTS zu lachen hat derzeit Landrat Frank Vogel aus dem Erzgebirgskreis, denn er hat einen Stich zu viel abbekommen. Der CDU-Politiker war ertappt worden, dass er schon jetzt die Corona-Schutzimpfung erhielt, obwohl er nicht zur ersten Risikogruppe gehört. Sein Erklärungsversuch klingt so abenteuerlich, dass es schon wieder die Wahrheit sein könnte: Vermeintlich haben ihm DRK-Mitarbeiter heimlich aufgelauert und dann in Überzahl brutal zwangsgeimpft. Welch trauriges Schicksal! Wir sollten den Landrat sofort in Ruhe lassen, schuld waren ganz klar die anderen.

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DIE Sache mit dem muskulösen Impf-Mob vom Roten Kreuz bringt mich aber auf eine Idee: Der Ministerpräsident sollte bei seinem Date mit der Eiskönigin vorsorgen und Frau Witt keine Blumen mitbringen, sondern lieber eine Eskorte stellen, die sie künftig vor diesen bösblutigen DRK-Teams schützt. Dann wird auch sie endlich anerkennen, dass Politiker in Corona-Krisenzeiten sogar sehr nützlich sein können, weil Vitamin B besser wirkt als Astrazeneca!

Mail an Gunnar Saft

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