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Sachsen

In Sachsen werden Unterkünfte knapp

Corona hat Reisen in der Heimat beliebter gemacht. Davon profitiert auch Sachsen. Die Sächsische Schweiz hofft trotz kürzlicher Unwetterschäden.

Touristen laufen im Nationalpark Sächsische Schweiz über die Basteibrücke. Im Hintergrund ist der Lilienstein zu sehen.
Touristen laufen im Nationalpark Sächsische Schweiz über die Basteibrücke. Im Hintergrund ist der Lilienstein zu sehen. © Robert Michael/dpa-Zentralbild

Leipzig. Vor Beginn der Sommerferien in Sachsen herrscht in den Tourismusgebieten eine rege Nachfrage. Wie schon im Vorjahr hat die Corona-Pandemie das Interesse an Urlaub in Deutschland gestärkt. Zwar können kurzentschlossene Urlauber durchaus noch Unterkünfte finden, wie eine Umfrage bei Tourismusverbänden ergab. "Allerdings ist die Auswahlmöglichkeit nicht mehr allzu groß", hieß es etwa aus dem Erzgebirge. Besonders Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe von Seen und Gewässern sind gefragt.

"Deutschlandtourismus ist auch 2021 voll im Trend", erklärte Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland. "Die Nachfrage ist aktuell sehr gut, vor allem in den Sachsenferien haben wir bereits eine fast 100-prozentige Auslastung. Zwar fänden sich in der Lausitz noch Unterkünfte. Wer aber in die Nähe der Seen wolle, träfe nur noch auf ein sehr beschränktes Angebot.

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Auch das Erzgebirge profitiert nach Einschätzung des dortigen Tourismusverbands davon, dass die Pandemie Urlaub in der Region stärker als früher in den Mittelpunkt gerückt hat. "Die Nachfrage nach Urlaub im Erzgebirge ist sehr hoch. Besonders im Aktivbereich, also in den Bereichen Wandern und Radfahren, erreichen uns täglich Anfragen und Buchungen." In den Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen gebe es noch Kapazitäten, allerdings mit begrenzter Auswahl.

Im Corona-Jahr 2020 hatte die Tourismusbranche in Sachsen herbe Einbußen hinnehmen müssen. Laut Statistischem Landesamt buchten 4,8 Millionen Gäste 13,52 Millionen Übernachtungen. Das war ein Rückgang der Gästezahlen um 43 Prozent und der Übernachtungen um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ostseefeeling: Ein Mann liegt mit einem Sonnenhut auf einer Sonnenliege am Strand des Bärwalder Sees.
Ostseefeeling: Ein Mann liegt mit einem Sonnenhut auf einer Sonnenliege am Strand des Bärwalder Sees. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Ein starker Sommer hatte 2020 immerhin dazu geführt, dass die Einbußen aus dem ersten Lockdown etwas aufgeholt werden konnten. Das werde dieses Jahr so aber nicht wieder klappen, erklärte die Lausitzer Tourismuschefin Winkler. "Da sich der Lockdown viel länger hingezogen hat, fehlen uns wichtige Monate und unter anderem auch die Feiertage wie Pfingsten." Mit Blick auf das restliche Jahr hofft sie wie alle Touristiker, dass es keinen weiteren Lockdown geben wird.

"Große Herausforderungen" sieht der Geschäftsführer der Leipziger Tourismus und Marketing GmbH, Volker Bremer. Im Vergleich der sächsischen Reiseregionen haben die Großstädte in der Pandemie besonders gelitten. Ihnen fehlten die internationalen Gäste und das Messe- und Kongress-Geschäft. "Es wird bis 2024 dauern, bis sich der internationale Tourismus vollständig erholt hat", erklärte Bremer. Immerhin habe in Leipzig nach dem Ende des letzten Lockdowns seit Anfang Juni die Nachfrage - hauptsächlich von deutschen Touristen - "schnell wieder zugenommen".

In der Sächsischen Schweiz hat das Hochwasser am vergangenen Wochenende einige beliebte Urlaubsorte getroffen. Dort gebe es "lokal begrenzte Schäden". Grundsätzlich seien die Betreiber von Ferienwohnungen, Hotels und Gaststätten auch in dieser Region optimistisch für die Sommerferien, erklärte Tino Richter, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz. "Es gibt einen sehr guten Vorbuchungsstand, aber in allen Kategorien sind noch Plätze verfügbar."

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Durch den langen Lockdown bis Anfang Juni seien die Verluste auch bei einem guten Verlauf der Sommersaison nicht mehr aufzuholen. Bis Jahresende rechne er mit 20 Prozent weniger Übernachtungen als 2020 und 35 weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019, erklärte Richter. (dpa)

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