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Sachsen

Landesschülerrat für Wechselunterricht

Der sächsische Schülerrat hält bei hohen Corona-Zahlen die Einführung von Wechselunterricht für richtig. Allerdings fordert er die Freiheit jeder Schule.

Zutritt nur mit Mundschutz!· steht am Eingang zu einer Schule.
Zutritt nur mit Mundschutz!· steht am Eingang zu einer Schule. © Annette Riedl/dpa (Symbolbild)

Dresden. Bei der derzeitigen Infektionslage in Sachsen hält der Landesschülerrat (LSR) die Einführung von Wechselunterricht in den Schulen für richtig. "Schulen sollten dabei die Freiheiten besitzen, für die konkreten Bedingungen - zum Beispiel die Häufigkeit der Wechsel - auf ihre jeweiligen Besonderheiten einzugehen, vor allem räumliche Situation und Klassenstärken", sagte Landesschülersprecherin Joanna Kesicka laut einer Mitteilung vom Samstag. Die Formate sollten in Absprache mit den Schülervertretern gestaltet werden.

Generell begrüßte der Landesschülerrat die am Freitag beschlossenen Maßnahmen der Landesregierung. Bei 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen soll der Regelbetrieb an Schulen eingeschränkt werden. An den Grundschulen soll es feste Klassen geben, weiterführende Schulen gehen in Absprache mit dem Kultusministerium in den Wechselunterricht. "Im Interesse jedes einzelnen Schülers müssen wir dafür sorgen, dass der Unterricht an Schulen, die nur wenig oder gar nicht von Infektionen betroffen sind, im Regelbetrieb weiterlaufen kann, solange es möglich ist", sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

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Grundsätzlich ausgenommen von den Wechselmodellen sind die Abschlussklassen. Zudem gilt ab Klassenstufe 7 Maskenpflicht im Unterricht. Am Freitag lagen laut Gesundheitsministerium zehn der 13 Landkreise und kreisfreien Städte über der kritischen Grenze von 200 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

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Der Landesschülerrat forderte bei der Einführung von Wechselunterricht entsprechende Nachteile für die Schüler auszugleichen. "Spätestens mit dem Wechselmodell wird auffällig, dass dieses Schuljahr kein normales Schuljahr ist. Deswegen können es auch nicht normale Maßstäbe sein, die für Zeugnisse und Abschlüsse angelegt werden", erläuterte Kesicka. (dpa)

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