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Sachsen

Aus für „Schaufenster sächsischer Kunst“

Sachsen will Gelder für den Schutz der Vermächtnisse sächsischer Künstler streichen. Künstlern wehren sich gegen die „kulturpolitischen Kehrtwende“.

Das Ministerium von Barbara Klepsch verweist auf die schwierige Haushaltslage.
Das Ministerium von Barbara Klepsch verweist auf die schwierige Haushaltslage. © Jan Woitas/dpa

Dresden. Der Landesverband Bildende Kunst Sachsen protestiert gegen die Streichung der Gelder für das Projekt zur Sicherung von Vor- und Nachlässen sächsischer Künstler im nächsten Doppelhaushalt. In einem Offenen Brief an Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) vom Dienstag fordert der Verein, das zu korrigieren und zumindest für die Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen Mittel einzuplanen.

Darin wird zugleich vor dem Schaden einer solchen „kulturpolitischen Kehrtwende“ gewarnt. Es sei ein „erschütterndes Signal staatlicher Gleichgültigkeit“, dass das Ministerium das einst selbst angestoßene Konzept zum Umgang mit Künstlernachlässen und die Werkdatenbank „sterben lässt“ und die Partner darüber nicht informiert wurden.

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18.000 verzeichnete Kunstwerke

Das Ministerium verweist auf die schwierige Haushaltslage. „Trotz des sehr guten Kulturhaushalts zeichnet sich an einigen Stellen doch die Corona-Krise ab und es mussten Prioritäten gesetzt werden“, sagte ein Sprecher. Das schmälere nicht das bisher Geschaffene wie die Sensibilisierung für das Thema Künstlernachlässe. Mit den Haushaltsberatungen im Landtag bestehe zudem die Chance, die Prioritätensetzung zu ändern.

Der Freistaat hatte fast 850.000 Euro in das auf zwei Jahre begrenzte, bundesweit beispielhafte Modellprojekt investiert. Es gibt eine digitale Werkdatenbank Bildende Kunst als „Schaufenster sächsischer Kunst“, wo Künstler, deren Erben und Nachlässe bewahrende Einrichtungen auch selbst Werke eingeben können.

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Zudem wurde ein landesweites Beratungsnetzwerk etabliert, das auch Vereine und Museen bei der Aufarbeitung vorhandener Konvolute und deren Nutzung durch Forschung und Öffentlichkeit unterstützt. Der Landesverband Bildende Kunst befürchtet, dass die bisher rund 18.000 in der Datenbank verzeichneten Kunstwerke „im digitalen Nirwana“ verschwinden. (dpa)

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