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Laschet: Klepsch "weiß, wie Ostdeutschland tickt"

Noch drei Wochen bis zur Bundestagswahl. Im Wahlkampf-Endspurt hat sich Unionskanzlerkandidat Armin Laschet auch Unterstützung aus Sachsen geholt.

Barbara Klepsch (CDU), sächsische Kulturministerin, bei der Vorstellung des "Zukunftsteams" der Union in der CDU-Parteizentrale
Barbara Klepsch (CDU), sächsische Kulturministerin, bei der Vorstellung des "Zukunftsteams" der Union in der CDU-Parteizentrale © dpa

Ja, sagt Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch, sie komme aus dem ländlichen Raum. Die frühere Oberbürgermeisterin des erzgebirgischen Annaberg-Buchholz will dabei gleich mit einem Vorurteil aufräumen. „Ja, wir haben noch viel zu tun“, betont Sachsens CDU-Vizechefin, als Kanzlerkandidat Armin Laschet sie als Teil seines Zukunftsteams am Freitag in Berlin präsentiert.

Klepsch lässt den Satz aber nicht so stehen, sie ergänzt: „Wenn man immer nur von abgehängten Regionen spricht, ich glaube, dann hat man das Lebensgefühl nicht erkannt.“ Zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland arbeiteten in ländlichen Regionen, die Hälfte des Mittelstandes stamme von dort.

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Laschet verweist zum Auftakt auf die ostdeutsche Herkunft Klepschs, auf die fast 14 Jahre als Rathauschefin im Erzgebirge und ihr früheres Ministeramt als Chefin des sächsischen Sozialressorts. „Sie weiß, was Kommunalpolitik ist“, sagt Laschet über Klepsch, sie wisse zudem, „wie Ostdeutschland tickt“.

Das achtköpfige "Zukunftsteam" der Union: Andreas Jung (l-r), Vize-Unionsfraktionschef, Dorothee Bär (CSU), Digital-Staatsministerin, Peter Neumann, Terrorismus-Experte, Karin Prien, schleswig-holsteinische Bildungsministerin, Barbara Klepsch (CDU, 6. v.
Das achtköpfige "Zukunftsteam" der Union: Andreas Jung (l-r), Vize-Unionsfraktionschef, Dorothee Bär (CSU), Digital-Staatsministerin, Peter Neumann, Terrorismus-Experte, Karin Prien, schleswig-holsteinische Bildungsministerin, Barbara Klepsch (CDU, 6. v. © Christoph Soeder/dpa

Die Ziele von CDU-Politikerin Klepsch

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Welche Ziele verfolgt die CDU-Frau? Gleichwertige Lebensverhältnisse, mahnt Klepsch, dürfen keine Frage der Postleitzahl sein. Sie begrüßt die Unionsforderung nach einer Aufstockung um 5.000 Studienplätze für Humanmedizin bundesweit und spricht sich für einen Ausbau der Landarztquote aus. Mit Blick auf Ostdeutschland fordert sie weitere Standorte für Bundesbehörden dort. Doch auch um die Metropolen will sich Klepsch kümmern und politisch dazu beitragen, dass in den Zentren bis 2025 rund 1,5 Millionen Wohnungen entstehen. Auf die Frage, ob sie im Fall eines CDU-Wahlsieges in die Bundespolitik wechselt, lässt Klepsch ausrichten, dass sich die Frage für sie derzeit nicht stelle. Sie kämpfe für Laschet als Kanzler und ein gutes CDU-Ergebnis.

Klepsch wurde 1965 in Annaberg-Buchholz geboren. Der damalige Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) berief sie 2014 in sein Kabinett als Sozialministerin. Klepsch ist Landtagsabgeordnete.

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