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BASF schließt Lackfabrik in Schwarzheide

Der Chemiekonzern BASF verlagert seine Produktion von Lacken auf Wasserbasis von Schwarzheide nach Münster. Das hat für 90 Mitarbeiter Folgen.

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Die BASF Schwarzheide GmbH ist einer der größten BASF-Standorte Europas. Nun wird allerdings die Lackfabrik geschlossen.
Die BASF Schwarzheide GmbH ist einer der größten BASF-Standorte Europas. Nun wird allerdings die Lackfabrik geschlossen. © BASF SE

Schwarzheide. Der Chemiekonzern BASF SE schließt seine Lackfabrik im südbrandenburgischen Schwarzheide. Eine Unternehmenssprecherin teilte am Freitag mit, die Produktion von Wasserbasislacken in Schwarzheide werde bis Anfang 2027 eingestellt. Davon seien etwa 90 Mitarbeitende betroffen.

Der BASF baue eine neue Produktionsanlage für Lacke am BASF-Standort Münster. Dort seien die Prozesse zukünftig stärker automatisiert. Das schaffe eine höhere Produktionsstabilität sowie mehr Effizienz für Kunden.

Die Arbeitsdirektorin der BASF Schwarzheide GmbH, Anne Francken, sagte der Tageszeitung Lausitzer Rundschau, es sollten so viele Mitarbeitende wie möglich konzernintern vermittelt werden. Man habe "großes Interesse, ihre Erfahrung für das Unternehmen zu erhalten, ganz besonders angesichts der laufenden Investitionsprojekte und rentenbedingter Abgänge am Standort Schwarzheide".

2021 machte die BASF Schwarzheide GmbH einen Umsatz von 1,14 Milliarden Euro. Der Bereich Surface Technologies mit den Wasserbasislacken kam dabei auf 44,2 Millionen Euro. Unter dem Strich jedoch musste das Unternehmen in diesem Berichtsjahr ein Minus von fast 51,5 Millionen Euro hinnehmen. Insgesamt arbeiten in Schwarzheide fast 2.000 Menschen für BASF.

Die dort bislang hergestellten Wasserbasislacke sind vorrangig für die Autoindustrie. Baubeginn für die Fabrik, die jetzt sukzessive geschlossen werden soll, war 1991. Brandenburgs damaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) und der einstige BASF-Chef Jürgen Strube hatten die Anlage im Jahr 1993 eingeweiht. (SZ/uwo)