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Linke beklagt niedrige Rente für Zehntausende Senioren in Sachsen

Fast 90.000 Menschen in Sachsen bekommen weniger als 1.000 Euro Rente. Das beklagt der Leipziger Linke-Politiker Pellmann - und stellt Forderungen an die Regierung.

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Eine Seniorin hält ihren Rentenbescheid in der Hand. In Sachsen bekommen nach Ansicht der Linken zu viele Senioren eine zu niedrige Rente.
Eine Seniorin hält ihren Rentenbescheid in der Hand. In Sachsen bekommen nach Ansicht der Linken zu viele Senioren eine zu niedrige Rente. © Felix Kästle/dpa (Symbolbild)

Berlin/Leipzig. Der Linke-Politiker Sören Pellmann hat niedrige Renten für viele Frauen und Männer in Sachsen beklagt. "Die Rente ist nicht stabil, wie Kanzler und Arbeitsminister behaupten. Dass Zehntausende in Sachsen mit 45 Versicherungsjahren eine Rente von unter 1.000 Euro bekommen, ist ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen", sagte Pellmann am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Der Leipziger Bundestagsabgeordnete bezog sich dabei auf Angaben des Bundesarbeitsministeriums, wonach 88.156 Menschen im Freistaat eine gesetzliche Rente unterhalb der Schwelle von 1.000 Euro beziehen, obwohl sie mindestens 45 Jahre Versicherungsjahre vorweisen können.

"Lebensleistung lohnt sich zu wenig angesichts eines niedrigen Rentenniveaus. Wer jahrzehntelang einzahlt, muss Anspruch auf eine Rente haben, die gut zum Leben reicht", betonte Pellmann. Die neue Grundrente biete keinen Schutz vor Altersarmut. "Wir brauchen ein höheres Rentenniveau und auch angesichts der explodierenden Preise eine armutsfeste Mindestrente. Die Energiekostenpauschale muss allen Rentnern in Sachsen und bundesweit ausgezahlt werden." (dpa)