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Mehrheit der Studenten ist zufrieden mit Studium

Die Corona-Pandemie hat bei einigen Studenten Spuren hinterlassen. Dennoch sind die meisten laut einer Befragung mit der Studienqualität zufrieden.

Von Fionn Klose
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Die meisten Studenten in Sachsen bewerten die Qualität ihres Studiums positiv. Das ist das Ergebnis der vierten sächsischen Studierendenbefragung. Aber die Pandemie hatte für viele negative Auswirkungen.
Die meisten Studenten in Sachsen bewerten die Qualität ihres Studiums positiv. Das ist das Ergebnis der vierten sächsischen Studierendenbefragung. Aber die Pandemie hatte für viele negative Auswirkungen. © Uwe Anspach/dpa

Fast 60 Prozent der Studenten in Sachsen sind mit der Qualität ihres Studiums zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt die vierte sächsische Studierendenbefragung, die am Freitag vorgestellt wurde und für die circa 11.000 Studenten aus vierzehn sächsischen Hochschulen aller Arten befragt wurden. So geben nur 4,4 Prozent der Studenten an, mit der Studienqualität nicht zufrieden zu sein.

Ein besonderer Schwerpunkt der Befragung sind die Auswirkungen der Coronapandemie auf das Studium. Der Fokus lag dabei auf dem Sommersemester 2021 und dem Wintersemester 2021/22. So habe der Großteil der Studenten die Herausforderungen in der Pandemie gemeistert. Mehr als zwei Drittel der befragten Studenten geben an, dass sie an allen Lehrveranstaltungen wie geplant teilnahmen. „Es gibt aber auch eine nicht zu unterschätzende Gruppe stark betroffener Studenten“, sagt Karl Lenz von der TU Dresden, der das Projekt leitet.

"Enormer Digitalisierungsschub" in der Lehre

Neben Studenten mit einem leichten Rückstand im Studium gibt es einige, die gar keine Lehrveranstaltungen besucht oder fast keine Prüfungen abgelegt haben. So liegt der Anteil der Studenten, die ihre Prüfungsvorhaben in der Coronapandemie nicht realisieren konnten, bei 29 Prozent. Vier Prozent erbrachten seit dem Sommersemester 2021 überhaupt keine von ihnen geplanten Prüfungsleistungen. Laut Befragungsbericht bestehe für diese Studenten ein hohes Risiko, ihr Studium nicht erfolgreich abschließen zu können. „Sie brauchen dringend Unterstützung, damit ihr Studienerfolg gesichert ist“, so Lenz.

Neben den unmittelbaren Auswirkungen der Pandemie wurden auch Langzeitfolgen thematisiert: 39 Prozent der Befragten äußern die Sorge, dass sich ihr Studium durch die Pandemie verlängert, 15 Prozent verloren das Interesse an ihrem Studiengang. 44 Prozent sagen durch die eingeschränkte Präsenzlehre zusätzliche digitale Kompetenzen erworben zu haben, bei mehr als der Hälfte hatte die digitale Lehre negative Auswirkungen, wie Konzentrationsschwierigkeiten.

„Die Umstellung auf die digitale Lehre hat positive und negative Auswirkungen gehabt“, sagt Karl Lenz. „Was enorm war, ist ein Digitalisierungsschub im Studium.“ Viele wollen, dass digitale Lehrformen als Ergänzung zur Präsenzlehre fortgeführt werden. So sagen 98 Prozent, dass es auch weiterhin online bereitgestellte Folien, Skripte und Lernmaterialien geben sollte. Weniger Zustimmung gibt es bei der Fortführung digitaler Gruppenarbeiten, nur 43 Prozent sind dafür.