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Sachsen

Landtag wählt neue SED-Opferbeauftragte

Als Stellvertreterin kümmert sich Nancy Aris bereits um die Aufarbeitung der SED-Diktatur in Sachsen. Nun soll sie ihrem Chef Lutz Rathenow im Amt folgen.

Zerrissene Stasi-Akten sind im Stasi-Archiv in einem Sack mit noch nicht erfasstem Material zu sehen.
Zerrissene Stasi-Akten sind im Stasi-Archiv in einem Sack mit noch nicht erfasstem Material zu sehen. © Stephanie Pilick/dpa

Nancy Aris soll sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur werden. Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) schlägt dem Parlament die bisherige Vize-Beauftragte zur Wahl vor. Das geht aus der am Mittwoch veröffenlichten Tagesordnung für die Plenarsitzung in einer Woche hervor. Sollte Aris gewählt werden, tritt sie die Nachfolge von Lutz Rathenow an.

Der 68-jährige Schriftsteller hat das Amt seit 2011 inne. Damals firmierte er als Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Das Themenfeld wurde mittlerweile jedoch erweitert. Der gesamte Machtapparat der SED steht im Fokus. Zu den Aufgaben zählen Beratung und Information, aber auch Unterstützung bei Rehabilitierungs- und Entschädigungsfragen. Der Landesbeauftragte ist beim Landtag angegliedert, davor zählte das Ressort zum Justizministerium.​

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Aris ist Historikerin und Autorin. Sie promovierte zur Geschichte der Moskauer Metro. 2003 wurde sie stellvertretende Stasi-Landesbeauftragte.

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