merken
PLUS Sachsen

Neuer Job für Ex-Ministerpräsident Tillich

Stanislaw Tillich wird Sonderbeauftragter der Bundesregierung für ukrainische Kohle-Regionen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier begrüßt die Entscheidung.

Sachsens früherer Ministerpräsident Stanislaw Tillich wird künftig wohl häufiger in die Ukraine reisen.
Sachsens früherer Ministerpräsident Stanislaw Tillich wird künftig wohl häufiger in die Ukraine reisen. © Wolfgang Wittchen

Berlin/Dresden. Seit Jahren ist es ruhig geworden um Sachsens früheren Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich. Nun hat der im Dezember 2017 zurückgetretene CDU-Politiker eine weitere neue Aufgabe.

Tillich wird Sonderbeauftragter der Bundesregierung für den Strukturwandel in den ukrainischen Kohleregionen. Dazu habe ihn das Bundeskabinett heute in Berlin berufen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mit.

TOP Jobs
TOP Jobs
TOP Jobs

Finden Sie bei Top Jobs jetzt Ihren Traumjob in der Region! Attraktive Arbeitgeber Ihrer Region suchen Sie!

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) begrüßte die Entscheidung: „Stanislaw Tillich hat sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Kohleausstieg und dem Strukturwandel in Sachsen und anderen Teilen der Bundesrepublik befasst und wird sich mit großem Nachdruck für das Gelingen dieser Prozesse in der Ukraine einsetzen.“

Die ukrainische Regierung wolle in den kommenden Jahren mehrere staatliche Kohlebergwerken schließen und die Kohleverstromung reduzieren, hieß es weiter in einer Pressemitteilung. Diesen Prozess, so Altmeier, werde die Bundesregierung technisch, politisch und finanziell begleiten. Eine große Rolle soll dabei auch die Suche nach neuen Perspektiven für Beschäftigte in der Kohleindustrie spielen.

Weiterführende Artikel

Scharfe Kritik an Tillichs neuem Kohle-Job

Scharfe Kritik an Tillichs neuem Kohle-Job

Linke und Grüne kritisieren den Wechsel des früheren Ministerpräsidenten auf den Aufsichtsrats-Posten bei der Mibrag. Es gibt schon erste Rücktrittforderungen. 

Ex-Ministerpräsident wird Kohle-Chef

Ex-Ministerpräsident wird Kohle-Chef

Stanislaw Tillich hat einen neuen Job. Der 60-Jährige arbeitet nach seinem Rücktritt als Ministerpräsident Ende 2017 künftig in der Braunkohle.

Darin hat Tillich, der von Mai 2008 bis Ende 2017 Ministerpräsident von Sachsen war, bereits umfangreiche Erfahrungen, nicht nur bei der Vorbereitung des Kohle-Ausstiegs in Sachsen. So war Tillich auch einer der Vorsitzender der so genannten Kohle-Kommission, die den Strukturwandels umfangreich mit begleitet hat. Seit September 2019 ist der 61-Jährige zudem Aufsichtratsvorsitzender des Braunkohle-Unternehmens MIBRAG.

Mehr zum Thema Sachsen