merken
Sachsen

Politik in Sachsen – Die Morgenlage

+++ Erste ernsthafte Spur nach Juwelendiebstahl +++ Corona-Attest wird nur selten genutzt +++ Prominenter Bewerber um Baubürgermeister-Stelle +++

© ronaldbonss.com

"Politik in Sachsen - Die Morgenlage" als Email-Newsletter - hier kostenlos anmelden

Guten Morgen,

Anzeige
Biathlon-Weihnachtsfeier - jetzt buchen!
Biathlon-Weihnachtsfeier - jetzt buchen!

Kondition, Koordination und Konzentration: die unvergessliche Weihnachtsfeier mit der Sie und Ihre Kollegen ins Schwarze treffen.

vielleicht hat Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann gestern von seinem Amtssitz an der Elbe für eine Weile die Dampferflotte beobachtet - und erleichtert aufgeatmet, dass das insolvent gegangene Unternehmen nun einen neuen Eigentümer hat. Das Pressestatement, dass seine Mitarbeiter am Morgen verschickten, erlaubt jedenfalls diese Vermutung.

Es war schon bemerkenswert und auffällig, dass sich der Freistaat als bisheriger Mehrheitseigentümer der Dampferflotte in den vergangenen Wochen mit öffentlichen Statements zur Zukunft des Unternehmens dezent zurückgehalten hat. Lediglich Regierungschef Michael Kretschmer hatte im Juni versprochen, auch diesmal helfen zu wollen. Was genau er damit meinte, sagte er nicht. Jetzt wissen wir, was das Ziel des Freistaats war: sich ganz aus dem Geschäft zurückzuziehen.

Schlecht muss das nicht sein. Erstens zieht sich der Freistaat und damit letztlich der Steuerzahler aus einem risikoreichen Business zurück. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der Dampferbetrieb wahrlich keine Goldgrube ist. Zweitens ist ein in der Schifffahrt erfahrenes Unternehmen wohl besser geeignet den Betrieb aus der Krise zu führen als der Staat. 

Ihr Tobias Winzer, Politikredakteur sächsische.de


Die wichtigsten News am Morgen:

+++ "Erster Anhaltspunkt" nach Juwelendiebstahl +++

Bei den Ermittlungen zum Juwelendiebstahl aus dem Dresdner Grünen Gewölbe im November 2019 ist die Polizei am Mittwoch in Berlin fündig geworden. Bei der Durchsuchung eines Internet-Cafés im Bezirk Neukölln und der Wohnung eines dort Beschäftigten wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. "Wir gehen davon aus, dass er mit den Tätern in Kontakt stand", sagte ein Sprecher. Es besteht der Verdacht, dass er ihnen auf fiktive Personalien registrierte SIM-Karten verkauft hat oder sie zum Vertrieb an das Café gab. Es sei "ein erster Anhaltspunkt" zur Aufklärung des Falles, hieß es.

+++ Nur die Hälfte der Lehrer nutzt Corona-Attest +++

Obwohl sich in Corona-Zeiten Lehrer vom Präsenzunterricht per Attest freistellen lassen können, greifen nur wenige Pädagogen im Freistaat auf diese Möglichkeit zurück. Laut Angaben des Ministers haben zum Unterrichtsbeginn nur 668 von insgesamt 33.097 Lehrern eine ärztliche Bestätigung vorgelegt, wonach sie an einer Risikoerkrankung leiden. Und tatsächlich macht nur etwa die Hälfte davon Gebrauch. Der Kultusminister betrachtet das als ein bemerkenswertes Signal.

+++ Sieben Bewerber für Baubürgermeister-Stelle +++

Der Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn (Grüne) soll Dresdens neuer Baubürgermeister werden. Doch so ganz klar scheint die Wahl, die für den 24. September durch den Stadtrat geplant ist, nun doch nicht. Bereits seit einigen Wochen gibt es Kritik am Verfahren der Grünen und einige Politiker anderer Parteien zweifeln an Kühns Eignung. Deshalb könnten Konkurrenten Außenseiterchancen haben. Bei der Stadt sind nun insgesamt sieben Bewerbungen für die Stelle eingegangen. Unter ihnen ist Joachim Brockpähler, der in der sächsischen Politik kein Unbekannter ist.


Der Newsletter "Politik in Sachsen"

© sächsische.de

>> Noch mehr News, die Titelseiten-Übersicht aller sächsischen Zeitungen und die Terminvorschau gibt es in der Komplettversion der "Morgenlage" jeden Morgen 5 Uhr bequem als Email-Newsletter. Interesse? Dann hier kostenlos den Newsletter bestellen. <<

Mehr zum Thema Sachsen