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Sachsen

Politik in Sachsen – Die Morgenlage

+++ Der Freistaat verschärft die Corona-Regeln +++ Impfkampagne läuft nur langsam +++ Gastronomie öffnet für Modellversuch +++

Nach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern stellte Sachsens Regierung um Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die neuen Corona-Regeln für den Freistaat vor.
Nach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern stellte Sachsens Regierung um Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die neuen Corona-Regeln für den Freistaat vor. © dpa-Zentralbild

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Guten Morgen,

ich habe mich entschieden, heute mal einen „Ruhetag“ einzulegen. Nach der anstrengenden redaktionellen Begleitung des elfstündigen Bund-Länder-Gipfels zum künftigen Corona-Kurs finde ich, das steht mir jetzt einfach mal zu. Ach, was soll’s, ich bin jetzt mal großzügig und gebe einen „Ruhetag“ für alle aus.

Aber im Ernst: Ich mag heute einfach mal nicht „draufschlagen“. Ich erspare mir einfach mal die kritischen Worte und mache heute eben diesen einen „Ruhetag“.

Sollte mein Arbeitgeber diese Zeilen lesen: Bitte cool bleiben! Für mich ist das kein Feiertag, denn nach dieser Bund-Länder-Runde sehe ich derzeit nichts zum Feiern. Einfach nur mal eine kurze Atempause. Vielleicht würde das allen mal gut tun.

Bis morgen,

Ihre Annette Binninger, Leiterin Politikredaktion sächsische.de

Die wichtigsten News am Morgen

+++ Sachsen verschärft die Regeln +++

Zu Ostern werden Prognosen zufolge in Sachsen bereits 1.300 Corona-Patienten auf Sachsens Intensivstationen liegen. Das sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping am Dienstag. Damit sei der „Worst-Case“, die schlechtesten Prognosen, eingetreten. Es gebe mit Dresden und Leipzig nur noch zwei Regionen in Sachsen mit einer Inzidenz unter 100. Außerdem nannte sie die Eckpunkte der neuen Corona-Schutzverordnung. Sachsen werde die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenzen durchsetzen. Unter anderem werden in diesem Jahr der Gründonnerstag und Ostersamstag Tage sein „an denen nicht gearbeitet wird“. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Dienstag an. Auch Kitas sollen schließen. Vom Arbeitsverbot ausgenommen sind nur systemrelevante Berufe. Einige Fragen bleiben allerdings noch offen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind verunsichert. Die Änderungen sollen ab dem 1. April gelten - jedoch nach der „Ruhezeit“ praktisch ab dem 6. April.

+++ Sachsen erneut Schlusslicht beim Impfen +++

Die Impfkampagne kommt in Deutschland nur schleppend voran. Ganz besonders langsam verläuft sie in Sachsen. 8,2 Prozent der sächsischen Bevölkerung sind immunisiert. Bundesweit betrug die Impfquote am Dienstag 9.3 Prozent. Bereits in den ersten Wochen nach dem offiziellen Start kam die sächsische Landesregierung mit der großen Nachfrage nicht zurecht. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nannte damals die zu geringen Liefermengen als Grund. Es müssten stets genug Dosen für die Zweitimpfung zurückgelegt werden, gab sie an. Unter den schwankenden Lieferkapazitäten leiden jedoch auch die anderen Bundesländer. Der Grund für die niedrigere Impfquote im Freistaat scheint bei der Organisation der Impfungen zu liegen.

+++ Gastronomie öffnet für Modellversuch +++

Trotz des geplanten radikalen Lockdowns über Ostern werden Gastronomie und Freizeiteinrichtungen in den Erzgebirgsorten Oberwiesenthal und Augustusburg voraussichtlich ab 1. April für Gäste öffnen. Die sächsische Landesregierung habe für das Modellprojekt grünes Licht gegeben, sagte der Bürgermeister von Augustusburg, Dirk Neubauer (SPD), am Dienstag. Das Vorhaben werde wissenschaftlich begleitet und solle zeigen, wie Öffnungen unter Pandemie-Bedingungen möglich seien. Alle Gäste müssen dazu voraussichtlich täglich einen Corona-Test absolvieren. Schätzungen zufolge könnten in Oberwiesenthal täglich 600 bis 1000 Übernachtungsgäste bewirtet werden, hieß es.

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