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Sachsen

Politik in Sachsen - die Morgenlage

Keine Erholung für Sachsens Tourismus +++ Unterstützung gegen Schweinepest +++ GDL-Chef Weselsky im Interview +++ Uwe Steimle umgarnt die AfD

Gemeinde Kriebstein, Burg Kriebstein; 18.03.2014; Foto: André Braun
Foto: André Braun
Gemeinde Kriebstein, Burg Kriebstein; 18.03.2014; Foto: André Braun Foto: André Braun © André Braun

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Vom 24. - 25. September, von jeweils 9 - 17 Uhr, findet die Viterma- Hausmesse statt. Neben der Veranstaltung vor Ort können sich Interessierte auch online zuschalten.

Guten Morgen

mit Anfang und Ende ist das manchmal so eine Sache. Nicht jeder Anfang ist auch wirklich einer. Vor allem dann nicht, wenn die Personen, die sich bemühen glauben zu machen, für ihn zu stehen, dieses Versprechen spätestens auf den zweiten Blick nur schwerlich zu erfüllen drohen. In Wahlkampf-Zeiten lässt sich dieses Phänomen durchaus häufiger beobachten. Vielleicht fällt es dann aber auch nur häufiger auf, weil überzogene Auftritte das Ganze noch überzeichnen.

Da gibt es einen Kanzlerkandidaten Armin Laschet, der für einen Neu-Anfang stehen möchte, aber eigentlich groß geworden und tief verhaftet ist in dem, was er jetzt so groß zu reformieren verspricht. Eine Möglichkeit.Hinzu kommt ein Kanzlerkandidat Olaf Scholz, der sich bei seinem Werben um Wähler in vielerlei Hinsicht ausgerechnet an eine scheidende CDU-Kanzlerin anzulehnen versucht, dass man auch ihm einen echten, einschneidenden „Anders-als-bisher-Kurs“ nicht so richtig abzunehmen vermag. Auch eine Option.

Und dann gibt es noch eine grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die für einen völligen Neu-Anfang stehen möchte, aber so viel neu machen will, dass man für diese nahezu „umstürzlerischen“ Vorhaben eigentlich eine gewisse Standfestigkeit in bisherigen Leistungen und Erfahrungen mitbringen oder erwarten sollte. Auch eine Möglichkeit.

Wenn jetzt noch jemand glaubt, diese Wahlentscheidung wird doch ganz einfach – na, dann!

Herzlichst,

Ihre Annette Binninger
Leiterin Politikredaktion Sächsische.de

Die wichtigsten News am Morgen

+++ Keine Erholung für Sachsens Tourismus +++

Sachsens Hotels und Pensionen kämpfen mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Auch im ersten Halbjahr 2021 konnte sich die Tourismusbranche nicht erholen. Laut Statistischem Landesamtes kamen zwischen Januar und Juni 805.500 Gäste nach Sachsen, sie buchten etwas mehr als drei Millionen Übernachtungen – deutlich weniger als im ersten Halbjahr 2020. Die Zahl der Touristen ging im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 um 58 Prozent zurück, die der Übernachtungen um 43 Prozent – und das, obwohl das Land auch im Frühjahr 2020 im Lockdown war.

Als großes Problem sehen die Touristiker den Fachkräftemangel in der Branche. Laut einer aktuellen Umfrage des Tourismusverbands Dresden unter Hotels der Stadt gaben 82 Prozent an, dass sie Personalabgänge durch die Corona-Krise hätten. Andreas Kraus vom Tourismusverband Vogtland sagte dem MDR: "Manche Gaststätten oder Beherbergungsbetriebe können nicht die ganze Kapazität fahren", so Kraus. Dann würden beispielsweise nur 20 von 30 Tischen bedient oder nicht alles vermietet. Hotels und Gaststätten versuchen nun verstärkt, Ausbildungsplätze zu besetzen, um sich so perspektivisch eigenen Nachwuchs heranzuziehen.

+++ Bahnstreik: GDL-Chef Weselsky über die Hintergründe +++

Ab dem heutigen Donnerstag streiken die Lokführer in Deutschland für fünf Tage - sollten die Streikenden nicht auf das spontane Angebot eingehen, das die Bahn noch am Mittwochabend vorlegte. Vor allem der Osten ist betroffen, weil hier kaum verbeamtetes Zugpersonal im Einsatz ist. Ein Mann steht im Zentrum des Arbeitskampfes: Claus Weselsky, Chef der Gewerkschaft der Lokführer (GDL). Ein Mann, der das Gesicht des fünftägigen Lahmlegens des Deutschen Zugverkehrs ist, hat nicht nur Freunde. Im großen Interview mit Sächsische.de gibt Weselsky einen seltenen Einblick in sein Seelenleben in diesen für ihn bewegten Tagen, er spricht über das Verhältnis zum Bahn-Management und wie die Bahnstreiks ein Ende haben könnten.

+++ Sachsen bekommt Unterstützung gegen Schweinepest +++

Die Länder haben bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) mehr Hilfe und Unterstützung vom Bund gefordert. "Die Schweinepest ist ein Problem für ganz Deutschland und die gesamte Europäische Union", sagte der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Sachsens Umweltminister Wolfram Günther (Grüne), am Mittwoch nach einer digitalen Sondersitzung des Gremiums. Daher müsse auch ihre Bekämpfung eine gesamtstaatliche Aufgabe sein. Die Ressortchefs wollen unter anderem mehr Unterstützung beim Bau von Schutzzäunen sowie für Schweinehalter etwa bei der Vermarktung. Zudem verständigten sich die Länder auf eine solidarische Finanzierung beim Bau eines Schutzzaunes.

Zudem sind in Sachsen laut Sozialministerium acht Kadaverspürhunde samt Halter für die Suche nach Fallwild ausgebildet worden. In einem 30 Tage dauernden Lehrgang wurden die Tiere auf das Finden von Wildschweinkadavern trainiert. Bisher waren in Sachsen vor allem Spürhunde aus anderen Bundesländern unterwegs. Der Freistaat hatte im Sommer Lehrgänge für Kadaversuchhunde ins Leben gerufen - die ersten sind nun fertig ausgebildet. Das Ministerium kündigte an, die Zusammenarbeit mit den sächsischen Jägern fortzusetzen und weitere Hundegespanne auszubilden.

+++ Macht Uwe Steimle jetzt AfD-Werbung? +++

Etwa 350 Menschen besuchten am Dienstagabend einen Auftritt von Uwe Steimle in Weißwasser. In der ersten Reihe: AfD-Bundeschef Tino Chrupalla samt Mitarbeitern, dessen Wohnort Gablenz sich wenige Kilometer entfernt befindet. Bei seinem Programm in Weißwasser hört man: Große Unterschiede zu Inhalten und Rhetorik von AfD, Pegida und Co. gibt es nicht. Für den prominenten Zuhörer hat Steimle lobende Worte: "Wie viele Arbeiter, wie viele Handwerksmeister gibt es im Deutschen Bundestag? Einen, und das ist der Tino Chrupalla", sagt Steimle, "Allein deshalb habe ich Hochachtung davor, du bist ein Mann aus dem Volk, und du sprichst vor allem die Sprache des Volkes, und lass dich nicht irre machen, wir werden diesen Kampf gewinnen." Die Hintergründe des Auftrittes und was Steimle selbst zum Vorwurf der Wahlwerbung sagt, lesen Sie auf Sächsische.de.

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