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Sachsen

Polizei fasst in Sachsen 45 eingeschleuste Flüchtlinge

An der A4 im Landkreis Görlitz hat die Bundespolizei erneut Flüchtlinge aufgegriffen. In den vergangenen Wochen stieg deren Zahl.

Bundespolizisten haben in Sachsen erneut eingeschleuste Flüchtlinge aufgegriffen.
Bundespolizisten haben in Sachsen erneut eingeschleuste Flüchtlinge aufgegriffen. © Guido Kirchner/dpa (Symbolbild)

Kodersdorf. Beamte der Bundespolizei Ludwigsdorf haben in Sachsen erneut 45 eingeschleuste Flüchtlinge in Gewahrsam genommen. Auf der Autobahn 4 in Höhe Kodersdorf (Landkreis Görlitz) stoppten sie am Dienstag einen Kleintransporter, in dem neben zwei Männern aus der Ukraine vier Syrer und vier Jemeniten saßen, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Die 51 und 48 Jahre alten Ukrainer erhielten als mutmaßliche Schleuser ein vier Jahre gültiges Einreiseverbot und wurden nach Polen abgeschoben.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung wurden später in Kodersdorf insgesamt drei Männer, drei Frauen und fünf Kinder aus dem Irak sowie ein Mann, dessen Identität noch nicht geklärt ist, aufgegriffen. Zudem entdeckte die Polizei in einem weiteren Kleintransporter 14 Männer, zwei Frauen und fünf Kinder aus dem Irak. Kurz vor der Kontrolle konnten zwei mutmaßliche Schleuser unerkannt fliehen. In den Abendstunden stellte eine Zollstreife zudem drei weitere Iraker und eine Irakerin in Kodersdorf fest.

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Nach Angaben der Bundespolizei hat die Zahl der illegalen Grenzübertritte an der deutsch-polnischen Landesgrenze in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Die Sprecherin der Bundespolizei Ludwigsdorf bestätigte dies auf Nachfrage, konnte aber keinen Grund für den derzeitigen Anstieg der Fallzahlen nennen.

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Die Beamten entdeckten die Frauen, Kinder und Männer bei Horka, Kodersdorf, Görlitz und Niesky. Damit steigt die Zahl somit auf 182 in einer Woche.

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Zudem griffen die Beamten in Kodersdorf und Görlitz von Sonnabend bis Montag 32 Flüchtlinge auf. Über den Verbleib der Schleuser wird ein Richter entscheiden.

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Ludwigsdorfer Beamten verdächtigen einen 26-jährigen Iraker, einen 26-jährigen Syrer sowie einen 43-jährigen Georgier, die achtzehn Männer eingeschleust zu haben.

Die illegal eingereisten Personen stammen seit Anfang August größtenteils aus dem Irak, Syrien und Jemen. Damit steigt ihre Zahl im Bereich der Bundespolizei Ludwigsdorf nach SZ-Zählungen auf etwa 520. In Brandenburg ist die Situation ähnlich. Am Freitag hatte die Bundespolizei gemeldet, dass seit Ende Juli bis Ende September 1.556 unerlaubt Eingereiste an der deutsch-polnischen Grenze aufgegriffen wurden. In den ersten Oktobertagen hat sich die Zahl massiv erhöht. Wahrscheinlich kommt ein großer Teil über das Drehkreuz Minsk aus Weißrussland nach Polen und dann nach Deutschland. Polen hat inzwischen den Grenzschutz zu Weißrussland massiv ausgebaut. (dpa/SZ/mk)

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